Nach einer differenzierten ergotherapeutischen Befunderhebung werden gemeinsam mit dem Pat. und/oder dessen Angehörigen die individuellen Ziele erarbeitet, der Behandlungsplan erstellt und Medien ausgewählt. Ergotherapeuten strukturieren dabei eigenverantwortlich den Verlauf der Behandlung.
Während des therapeutischen Prozesses müssen Ziele, Behandlungsplan und Behandlungsmethoden fortlaufend dem Können des Pat. und der veränderten Situation angepasst werden. (aus: Leitfaden Physiotherapie in der Orthopädie und Traumatologie, Urban und Fischer, 2002)
Die Beweglichkeit soll wieder hergestellt, die Muskulatur gekräftigt und die Geschicklichkeit und Koordination geschult werden. In der Ergotherapie soll der Pat. lernen, seine Kräfte zu nutzen, und/oder durch veränderte Verhaltensweisen eine bleibende Behinderung zu kompensieren. Dies kann auch durch Training mit speziellen Hilfsmitteln erfolgen.
Körperliche Folgen der Grunderkrankung werden durch ergotherapeutische Maßnahmen gemildert und vorhandene Fähigkeiten gestärkt. Das Ziel ist es, ein Maximum an Lebensqualität zu sichern und eine größtmögliche Selbständigkeit in allen Bereichen der persönlichen, häuslichen und beruflichen Lebensführung zu erreichen.