Wald-Klinikum GeraWald-Klinikum Gera

Ein dickes Plus für das Klinikum

Chefarzt Priv.-Dozent Dr. med. habil. Walter Groß, Ärztlicher Direktor

(Gera, 01.07.2011) Sie sind seit 1997 als Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am SRH Wald-Klinikum tätig. Seit fünf Jahren üben Sie zusätzlich das Amt des Ärztlichen Direktors aus. Ist das eine Ehre für Sie oder eher eine Last?
Es ist schon eine Ehre, denn alle Chefärzte des Wald-Klinikums wählen aus ihrer Mitte den Ärztlichen Direktor, der dann vom Geschäftsführer bestätigt wird. Die Wahlperiode beträgt vier Jahre. Es hat mich schon gefreut, dass meine Kolleginnen und Kollegen mich vor einem Jahr wieder gewählt und mir somit das Vertrauen ausgesprochen haben.

Was sind denn die Aufgaben eines Ärztlichen Dirktors?
Es ist eine Mittler Funktion. Ich bin beiden Seiten verpflichtet und vertrete die Interessen der Chefärzte sowie auch der Unternehmensführung. Die Aufgaben sind vielfältig und reichen von der Urlaubs- und Dienstreiseplanung der Chefärzte, über Dienstberatungen und Gesprächen mit dem Geschäftsführer und der Pflegedirektorin bis zu Beratungen des SRH-Konzerns, die jeweils in einem anderen Klinikum durchgeführt werden und man auf diese Weise auch einmal andere Einrichtungen kennen lernt. Außerdem arbeite ich als Ärztlicher Direktor in vielen Kommissionen mit, wie der Ethikkommission, der Hygienekommission oder der Transfusionskommission und führe auch Gespräche mit Patienten, die sich mit einer Beschwerde an die Klinikumsleitung gewandt haben.

Das klingt nach richtig viel Arbeit und Aufwand, die Sie für alle diese Aufgaben behötigen. Bleibt denn dann auch noch genügend Zeit für Ihre verantwortungsvolle Tätigkeit als Chefarzt der Frauenklinik?
Um es vorwegzunehmen: Die meiste Zeit verbringe ich in der Frauenklinik, in der ich mit einem guten und verlässlichen Team zusammenarbeite. Das steht an erster Stelle und erst in zweiter Linie folgt die Tätigkeit als Ärztlicher Direktor. Und da kann ich auch viel nach Dienstschluss erledigen.

Sie gehen ja unruhigen Zeiten entgegen, denn der Umbau des Wald-Klinikums ist noch nicht abgeschlossen und bald heißt es auch für die Frauenklinik umziehen. Sind Sie dafür gewappnet?
Ungedingt, die Pläne für den Umzug stehen schon. Der erste Bauabschnitt ist ja schon fertig, mehrere Kliniken sind bereits umgezogen. Die Frauenklinik wird Ende 2012 den Standort II verlassen. Ich freue mich darauf. Wenn alles fertig ist, ist das Wald-Klinikum in Gera das modernste in Thüringen. Ich möchte einen erleben, der dann sagt: ich möchte wieder zurück.

Sehen Sie die Dinge immer so positiv?
Ich lass mich vor allen Dingen nicht so schnell ins Negative reißen und so schnell schmeißt mich auch nichts um. Wenn ich Negatives und Positives gegenüberstelle, bleibt immer ein dickes Plus stehen. Dazu zählen auch die 15 Jahre hier im Wald-Klinikum in Gera
(Gespräch: Helga Schubert)

SRH Wald-Klinikum Gera
Das SRH Wald-Klinikum Gera ist das größte Krankenhaus in der Region Ostthüringen. Mit 24 eigenständigen Fach- und Teilgebieten der Medizin bietet es den Patienten Maximalversorgung. Das Klinikum ist akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena und mit rund 1.700 Beschäftigten einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region. Bis 2012 erfüllt die SRH mit der Generalsanierung ihre Zusage, das SRH Wald-Klinikum Gera auf einen Standort zu konzentrieren, um einen leistungsfähigen, wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten. Dafür investiert sie gemeinsam mit dem Freistaat Thüringen 160 Mio. Euro. Im neuen Bettenhaus setzte die SRH das Konzept Kulturkrankenhaus um. Das SRH Wald-Klinikum Gera verfügt über 951 Betten. Im Jahr werden hier rund 90.000 Patienten behandelt, 54.000 davon ambulant. Geschäftsführer ist Dr. Uwe Leder.


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