Weltkrebstag 2012

(Gera, 04.02.2012)
„Ich liebe meine Krebspatienten“
Vorgestellt: die Krankenschwester Uta Raffay
Der Weltkrebstag findet jährlich am 4. Februar statt und hat sich die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen zum Ziel gesetzt. Aus diesem Anlass stellen wir die Krankenschwester Uta Raffay von der Station „M 24“, der Haematologie des Geraer Wald-Klinikums, näher vor.
Auf der 25-Bettenstation liegen überwiegend Patienten mit bösartigen Tumorerkrankungen, viele von ihnen im fortgeschrittenen- oder Endstadium. Einige von ihnen erhalten hier eine Chemotherapie, um den Krankheitsverlauf zu bremsen, die Schmerzen zu lindern. Die 47-jährige Uta Raffay ist eine sehr erfahrene Schwester, versah bis zum Umzug im Jahre 2004 ihren Schichtdienst u. a. in der Gastroenterologie und der Strahlen- und Chemotherapie im ehemaligen Bergarbeiterkrankenhaus. Was sie besonders an ihrer Arbeit auf der „M 24“ schätzt, ist der fast familiäre Charakter auf Station: „Viele Patienten kenne ich bereits seit Jahren. Die meisten von ihnen sind trotz schwerer Krebserkrankung sehr verständnisvoll und dankbar und wollen unbedingt zu uns. Deshalb liebe ich meine Krebspatienten, auch wenn manches Schicksal trotz aller Erfahrung nur schwer zu verkraften ist.“ So erinnere sie sich an eine Krebspatientin Anfang 30, die ihre zwei kleinen Kinder wegen der Krankheit ins Heim abgeben musste. Ihr letzter Wunsch, sie noch einmal zu sehen, ging leider nicht in Erfüllung. Sie starb kurz vor deren Eintreffen. Es gebe aber auch sehr schöne Momente, so wenn Heilung erzielt, die Lebensqualität verbessert werden kann. Zurückblickend auf die letzten zwei Jahrzehnte, schätzt Uta Raffay ein, dass sich das Berufsbild der Schwestern- und Pfleger, die heute Gesundheits- und Krankenpfleger heißen, wesentlich verändert hat, interessanter, vielseitiger, aber zugleich aufwendiger geworden ist. Das betreffe sowohl auf die Beherrschung der modernen Medizintechnik als auch auf die zunehmende organisatorische Arbeit am PC zu. Das Spektrum reicht dabei von der Erfassung der Neuzugänge über das Kurvenschreiben bis zur Medikamentenbestellung. „Aber obwohl wir früher näher am Patienten gearbeitet haben, muss man sich auch heute die Zeit dafür organisieren, einmal am Krankenbett stehenzubleiben, um sich zu unterhalten, die kleinen und großen Sorgen der Tumorpatienten anzuhören.
Überlassen wir die abschließende Einschätzung über Uta Raffay einer die es am besten wissen muss, ihrer Stationsleitung Heike Hüttner: „Schwester Uta ist ein sehr einfühlsamer, kontaktfreudiger Mensch mit einer ruhigen Ausstrahlung. Sie ist sowohl im Team wie bei unseren Patienten sehr beliebt und geachtet. Außerdem ganz wichtig, gerade auf dieser Station: Sie ist für jeden Spaß zu haben.“

