Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Die moderne radiologische Bildgebung stellt Weichen in der Behandlung von Patienten. Sie kontrolliert und dokumentiert den Verlauf von Erkrankungen. Die Radiologie nutzt heute neben der konventionellen Röntgendiagnostik und der Computertomographie auch weitere Verfahren wie beispielsweise Kernspintomographie und Sonographie.
Privat-Dozent Dr. med. habil. Joachim Böttcher
ist der Leiter unseres Institutes.
Moderne Radiologie kann viele offene Eingriffe ersparen
Interventionelle radiologische Prozeduren helfen beispielsweise bei der Behandlung von Gefäßpatienten. Dank der modernen radiologischen Bildgebung ist es möglich, ohne Operation Blutgefäße zu erweitern oder wieder zu eröffnen. Unter radiologischer Sicht lassen sich sogar Erweiterungen (Aneurysmen) der Hauptschlagader durch das Einsetzen von Prothesen ausschalten. Bösartige Tumoren können wir durch den Verschluss versorgender Gefäße, durch chemotherapeutische Medikamente oder durch Hitzebehandlung am Wachstum hindern oder sogar zerstören.
Enge Kooperation mit diversen zertifizierten Zentren der Region
Unser Institut ist in das zertifizierte Brustzentrum Ostthüringen eingebunden. Wir arbeiten eng mit der überregional zertifizierten Stroke Unit (Schlaganfallbehandlung) zusammen und sind Teil des ebenfalls zertifizierten Gefäßzentrums. Alle akut erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Leistungen sind rund um die Uhr verfügbar.
Rasches Eingreifen beim Schlaganfall verhindert bleibende Schäden
Unsere neuen Großgeräte (16-Zeilen-Computertomograph und 1,5 Tesla- Kernspintomograph) haben wir in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Schockräumen in der Rettungsstelle installiert. Daher können wir die Ursachen von Schlaganfällen schon nach wenigen Minuten erkennen und die Therapie unmittelbar einleiten. Auf diese Weise können wir Menschen mit einem Schlaganfall häufig vor bleibenden Schäden bewahren oder gar ihr Leben retten. Unfallopfer können wir schnell und sicher von Kopf bis Fuß untersuchen ohne sie umlagern zu müssen.
Moderne Dokumentation in der elektronischen Patientenakte
Alle Bilder und Befunde speichern und archivieren wir digital in einer elektronischen Patientenakte. Dank dieser modernen Dokumentation können wir auf Wiederholungs- und Zusatzuntersuchungen in der Regel verzichten.
Die Behandlungsschwerpunkte unserer Abteilung sind
- Gefäßeingriffe (außer im Kopf und am Rückenmark)
- Galleableitungen durch die Leber nach außen (PTCD)
- CT-gestützte Eingriffe (Drainagen sowie Punktionen zur Gewebegewinnung)
- Schnittbilddiagnostik: Computertomographie, Kernspintomographie,
- Ultraschall
- Notfalluntersuchungen bei Mehrfachverletzungen (Polytrauma)
- Mammadiagnostik
Weitere Untersuchungen
- Kontrastdarstellung des Rückenmarks (Myelographie und Myelo-CT), hierbei untersuchen wir das Rückenmark indirekt durch Anfärbung des Hirnwassers mit Kontrastmittel. Das Rückenmark wird dabei nicht punktiert.
- durchleuchtungsgestützte Darstellung des Schluckaktes (Videofluorographie). Mit dieser Methode können wir Menschen mit Schluckstörungen untersuchen, wie sie beispielsweise nach Operationen oder nach einem Schlaganfall auftreten können.
Häufigste interventionelle (therapeutische) Methoden
- Angiographie zur Behandlung von Gefäßerweiterungen oder für Gefäßwiedereröffnungen mit PTA oder Stent (auch Prothesen der Hauptschlagader)
- durchleuchtungsgestützte Drainagen des Gallenganges
- Computertomographie zur Gewinnung von Gewebe durch Punktion oder zur Ableitung von Flüssigkeitsableitungen
Weitere Interventionen
- Zerstörung von Tumoren durch Hitzeeinwirkung (HITT)
- Nervenstrangausschaltung zur Verbesserung der Durchblutung (LSA)
- Schmerztherapie

