Wald-Klinikum GeraWald-Klinikum Gera

Behandlungsablauf

Bestrahlungsplanung und -vorbereitung

Um die Bestrahlung zu planen und vorzubereiten, gehen unsere Strahlentherapeuten wie folgt vor:

  • Bei Bedarf fertigen sie spezielle Hilfsmittel, Einstellungs- und Lagerungshilfen, zur exakten Positionierung des Körpers an.
  • Sie führen eine Computertomographie durch, für die Sie nicht nüchtern sein müssen.
  • Sie geben ein Zielvolumen der zu bestrahlenden Körperregion in dieser Computertomografie vor und berücksichtigen dabei bereits vorhandene diagnostische CT-, MRT-, Ultraschall- und PET-CT-Untersuchungen.
  • Die Medizinphysikexperten erstellen eine Bestrahlungsplan
  • Der Chefarzt oder Oberarzt nimmt den Bestrahlungsplan ab. 
  •  Am Therapiesimulator legt man die Eintrittsfelder der Strahlenbündel fest und orientiert sich dabei an den knöchernen Strukturen. Die Eintrittsfelder markiert man auf der Haut oder mit einer Bestrahlungsmaske. Bitte entfernen Sie diese Hautmarkierungen auf keinen Fall, denn sie sind für Ihre Therapie wichtig.
  • Ein zweiter Medizinphysikexperte kontrolliert die Simulatorfelder.

Bestrahlungsablauf

  • Ein Facharzt stellt die erste Bestrahlung am Linearbeschleuniger ein. Die Medizinisch-Technische Radiologieassistentin (MTRA) lagert Sie auf dem Bestrahlungstisch und setzt Ihnen bei Hirn- oder HNO-Bestrahlungen die Bestrahlungsmaske auf. Sie richtet das Bestrahlungsgebiet anhand der Markierungen auf der Haut und anhand der Lagerungshilfen optimal aus. Die Bestrahlung selbst ist schmerzlos und dauert nur wenige Minuten. Während der Bestrahlung werden die Simulatorfelder mit den am Beschleuniger angefertigten verglichen.
  • In der Regel erfolgt die Bestrahlung täglich, fünfmal pro Woche von Montag bis Freitag. Je nach Therapieplan sind aber auch Ausnahmen möglich.  
  • Einmal pro Woche werden nochmals von jedem Bestrahlungsfeld sog. Feldkontrollaufnahmen angefertigt. Dies gewährleistet die reproduzierbare Lage des bestrahlten Gebietes über den gesamten Behandlungszeitraum.
  • Die Wirkung und Verträglichkeit der Strahlenbehandlung überprüfen wir mit regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen, Blut-, Röntgen- und Ultraschallkontrollen.  
  • Während der gesamten Behandlung betreuen außerdem unsere Ambulanzschwestern die ambulanten Patienten.

Was müssen Sie während der Behandlung beachten?

Eine normale ausgewogene Ernährung während der gesamten Behandlung ist vorteilhaft. Sie müssen allerdings keine spezielle Diät einhalten und müssen zu den Bestrahlungen auch nicht nüchtern kommen. Bei Bestrahlungen im Bereich des Halses und des Oberkörpers sollten Sie säurehaltige Lebensmittel (etwa Zitrusfrüchte- und Säfte, Kiwis oder stark kohlesäurehaltige Getränke) sowie scharfe Speisen meiden, denn sie reizen die Schleimhäute im Mund, in der Speiseröhre und im gesamten Verdauungstrakt zusätzlich. Auf den Genuss von Alkohol und Nikotin sollten Sie während der Behandlung verzichten. Bei Bestrahlung des Bauchraums wird im Allgemeinen eine leichte, fettarme, nicht blähende, reizarme Kost empfohlen.
Sie sollten während der Strahlenbehandlung die Haut im Bestrahlungsgebiet keiner zusätzlichen Reizung aussetzen. Bitte waschen Sie die Haut in der Bestrahlungsregion nicht mehr. Zur Pflege und Kühlung können Sie sie regelmäßig pudern. Je nach Art der Erkrankung und des Therapieplans empfiehlt Ihnen Ihr Arzt unter Umständen noch andere Vorsichtsmaßnahmen.

Mögliche Nebenwirkungen

Die meisten Patienten vertragen die Strahlentherapie gut, so dass sie überwiegend ambulant durchgeführt werden kann. Die Bestrahlung ist eine lokale Therapiemaßnahme ist, daher treten mögliche Nebenwirkungen nur im behandelten Gebiet auf. Diese hängen unter anderem auch vom bestrahlten Tumorvolumen, von der Dosis und von individuellen Faktoren ab. Welche Nebenwirkungen bei Ihrer Behandlung auftreten können erfahren Sie in den Arztgesprächen und aus dem Patientenaufklärungbogen.

Wie geht es nach der Bestrahlung weiter?

Am Tag der letzten Bestrahlung erfolgt das ärztliche Abschlussgespräch, in dem Sie alle Informationen zum weiteren Ablauf erhalten. Hierzu zählen Informationen über die Hautpflege, die Fortführung der Behandlung beispielsweise mit einer Chemotherapie sowie über die Tumornachsorge. Ihr behandelnder Arzt oder Onkologe übernimmt die Nachsorge und erhält von uns einen Arztbericht über Ihre Behandlung. Strahlentherapiespezifische Nachsorgeuntersuchungen in unserer Klinik erfolgen etwa vier Wochen, sechs Monate und dann weiter einmal jährlich nach Abschluss der Behandlung für fünf Jahre.

 


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