Um die Bestrahlung zu planen und vorzubereiten, gehen unsere Strahlentherapeuten wie folgt vor:
Eine normale ausgewogene Ernährung während der gesamten Behandlung ist vorteilhaft. Sie müssen allerdings keine spezielle Diät einhalten und müssen zu den Bestrahlungen auch nicht nüchtern kommen. Bei Bestrahlungen im Bereich des Halses und des Oberkörpers sollten Sie säurehaltige Lebensmittel (etwa Zitrusfrüchte- und Säfte, Kiwis oder stark kohlesäurehaltige Getränke) sowie scharfe Speisen meiden, denn sie reizen die Schleimhäute im Mund, in der Speiseröhre und im gesamten Verdauungstrakt zusätzlich. Auf den Genuss von Alkohol und Nikotin sollten Sie während der Behandlung verzichten. Bei Bestrahlung des Bauchraums wird im Allgemeinen eine leichte, fettarme, nicht blähende, reizarme Kost empfohlen.
Sie sollten während der Strahlenbehandlung die Haut im Bestrahlungsgebiet keiner zusätzlichen Reizung aussetzen. Bitte waschen Sie die Haut in der Bestrahlungsregion nicht mehr. Zur Pflege und Kühlung können Sie sie regelmäßig pudern. Je nach Art der Erkrankung und des Therapieplans empfiehlt Ihnen Ihr Arzt unter Umständen noch andere Vorsichtsmaßnahmen.
Die meisten Patienten vertragen die Strahlentherapie gut, so dass sie überwiegend ambulant durchgeführt werden kann. Die Bestrahlung ist eine lokale Therapiemaßnahme ist, daher treten mögliche Nebenwirkungen nur im behandelten Gebiet auf. Diese hängen unter anderem auch vom bestrahlten Tumorvolumen, von der Dosis und von individuellen Faktoren ab. Welche Nebenwirkungen bei Ihrer Behandlung auftreten können erfahren Sie in den Arztgesprächen und aus dem Patientenaufklärungbogen.
Am Tag der letzten Bestrahlung erfolgt das ärztliche Abschlussgespräch, in dem Sie alle Informationen zum weiteren Ablauf erhalten. Hierzu zählen Informationen über die Hautpflege, die Fortführung der Behandlung beispielsweise mit einer Chemotherapie sowie über die Tumornachsorge. Ihr behandelnder Arzt oder Onkologe übernimmt die Nachsorge und erhält von uns einen Arztbericht über Ihre Behandlung. Strahlentherapiespezifische Nachsorgeuntersuchungen in unserer Klinik erfolgen etwa vier Wochen, sechs Monate und dann weiter einmal jährlich nach Abschluss der Behandlung für fünf Jahre.