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Ein Fall von Long-Covid?

11.05.2021

Wer eine Covid-Infektion überstanden hat, gilt offiziell als genesen. Doch immer mehr Patienten klagen auch nach Wochen und Monaten noch über Konzentrationsstörungen, Gedächtnislücken, eine bleierne Erschöpfung. Die Spätfolgen von Corona können sehr unterschiedlich sein und sind manchmal nur schwer zu bestimmen. Deswegen bieten Ärzte am Geraer SRH Wald-Klinikum Gera jetzt eine Anlaufstelle für jene Patienten an, die nach durchgemachter Erkrankung unter Kopfschmerzen, Depressionen oder dem Erschöpfungssyndrom (Fatique) leiden. Manchen fällt das Gehen schwer, andere haben Probleme sich zu konzentrieren oder erinnern sich nicht, was sie gerade machen wollten. „Die Schwere der durchgemachten Covid-Erkrankung spielt dabei keine Rolle“, sagt Dr. Roger Schubert, Chefarzt der Neurologie. Auch Patienten mit leichten Verläufen, die die Krankheit zu Hause auskurierten, kämpfen mit Spätfolgen. Noch bevor sich die Symptome verfestigen, wollen Neurologen und Psychiater als Ansprechpartner zur Seite stehen. „Es ist ein erstes Gespräch, in dem wir versuchen die Leiden einzuordnen und dem Patienten einen möglichen Behandlungsweg aufzuzeigen.“ Damit reagieren die Mediziner auf einen absehbar wachsenden Bedarf. Patienten, die unter Covid-Spätfolgen leiden, können das Angebot montags bis freitags  von 8 bis 14 Uhr unter Tel. 0365 828-4545 nutzen.