Ausbildung
Wir bilden aus:
Zum SRH Karriere Portal

In reduziertem Umfang wieder planbare Operationen möglich

06.05.2020

Klinikum kehrt schrittweise in einen neuen Alltag zurück


Sechs Wochen lang wurden im SRH Wald-Klinikum Gera ausschließlich medizinisch dringliche Eingriffe und die Notfallversorgung durchgeführt, um ausreichend Kapazitäten für die Behandlung von Corona-Patienten freizuhalten. Ab kommender Woche werden in dem 1000-Betten-Haus nun erstmals wieder reguläre Sprechstunden stattfinden. Damit werden, wenn auch in reduziertem Umfang, planbare Operationen möglich.

Hintergrund ist die Entscheidung der Bundesregierung, angesichts sinkender Neuinfektionen und freier Intensivbetten einen Teil der Krankenhaus-Kapazitäten wieder für elektive Eingriffe zuzulassen. „Wir schieben eine Bugwelle planbarer Operationen vor uns her“, sagt Geschäftsführer Dr. Uwe Leder.  Aber auch diese Eingriffe lassen sich nicht auf Dauer verschieben. „Die Warteliste ist lang. Wir werden zuerst jene Patienten behandeln, die wir in den letzten Wochen wieder nach Hause schicken mussten.“ Dabei werde nach Dringlichkeit entschieden. Schrittweise sollen dafür die Bettenkapazitäten der Kliniken in den kommenden Wochen auf etwa 70 Prozent des ursprünglichen Angebotes hochgefahren werden. Der genaue Zeitplan ist abhängig von der weiteren Entwicklung der Corona-Fälle. Der Startschuss fällt Ende dieser Woche: Eine 68-Betten-Etage, die bislang für das Corona-Zentrum vorgehalten, aber nicht belegt wurde, wird wieder für eine Normalstation genutzt. Andere Corona-bedingte Einschränkungen wie das strikte Besuchsverbot und die Maskenpflicht werden dagegen bis auf weiteres beibehalten.

Nachdem das Klinikum in den vergangenen Wochen einen deutlichen Rückgang von Notfall-Patienten zu verzeichnen hatte, scheinen sich auch hier die Verhältnisse zu normalisieren. „Es ist dringend erforderlich, dass Kranke bei Symptomen für Herzinfarkt oder Schlaganfall und anderen dringend behandlungsbedürftigen Erkrankungen den Gang in die Notaufnahme nicht scheuen“, warnt Leder vor den Folgen des beobachteten Rückgangs. Auch Tumorpatienten nähmen ärztliche Hilfe nicht wie gewohnt in Anspruch. Die Mediziner appellieren, Patienten dürften keine Angst haben, ins Krankenhaus zu kommen.

Parallel zur Stabilisierung des Pandemiegeschehens soll das Krankenhaus nun schrittweise zu einem neuen Klinik-Alltag finden, in dem der besondere Umgang mit der neuen Infektionskrankheit COVID-19 wohl vorerst fest verankert bleibt. Weiterhin werden Betten für Corona-Patienten freigehalten. Und je nach Pandemie-Verlauf muss das Rad, so die Verpflichtung, auch wieder zurückgedreht werden können.