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Klinikum Gera schränkt OP-Betrieb drastisch ein

16.04.2021

„Die Situation auf unserer Intensivstation ist dramatisch. Dramatisch, weil die erst gestern zusätzlich geschaffenen Betten schon wieder belegt sind. Mit Menschen, die noch mitten im Leben stehen und an COVID-19 schwer erkrankt sind“, so beschreibt Dr. Falk Gonnert, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, die aktuelle Lage im SRH Wald-Klinikum Gera. Stand heute werden 24 Patienten auf der Intensivstation versorgt. In den nächsten Tagen wird mit weiteren Patienten gerechnet. Darauf hat sich das Klinikum seit Tagen vorbereitet und am Donnerstag die Intensivstation für Covid-Patienten erweitert. Ziel ist, Beatmungspflichtigen so lange wie möglich bei uns versorgen zu können. „Wir werden versuchen, in den kommenden Tagen und Wochen möglichst viele schwerstkranke COVID-Patienten zu retten und gleichzeitig Notfallbehandlungen weiterzuführen. Das Durchschnittsalter der beatmeten COVID-Patienten ist von 80 auf 50 Jahre gefallen. Das erhöht die Überlebenschancen wesentlich“, erklärt Geschäftsführer Dr. Leder die Strategie.

Um Platz für die Covid-ITS zu schaffen und ausreichend qualifiziertes Personal für die Schwerstkranken einsetzen zu können, musste das Krankenhaus die OP-Kapazitäten drastisch drosseln und eine Bettenebene schließen. Gleichzeitig sind bereits zwei Ebenen durch die Corona-Normal-Station belegt, auf der aktuell über 90 Patienten versorgt werden. Insgesamt stehen dem Klinikum so 210 Betten weniger zur Verfügung. Das alles hat Auswirkungen auf den Klinikbetrieb: Das Haus kann neben der Versorgung der Covid-Patienten aktuell nur noch zeitkritische, dringliche, unaufschiebbare Notfallbehandlungen absichern. Die Aufnahme in der Rettungsstelle muss auf Notfalltherapie und lebensbedrohliche Situationen beschränkt werden.