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Neue Behandlungsmöglichkeiten mit neuem Beschleuniger

13.03.2019

Erste Patienten profitieren von Millionen-Investition


Ein Jahr nach dem Spatenstich profitieren die ersten Patienten von der Erweiterung der Strahlenklinik am SRH Wald-Klinikum. Der hochmoderne Linearbeschleuniger, für den ein zusätzliches Gebäude errichtet wurde, hat im März den Betrieb aufgenommen. „Wir freuen uns, endlich starten zu können. Die ganze Klinik hat den Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft mit verfolgt. Viele waren direkt in die Planung und Umsetzung einbezogen. Und letztlich haben Mitarbeiter der Klinik intensive Schulungen durchlaufen, um die neuen Abläufe umzusetzen“, berichtet Chefärztin Dr. Priska Bank.
Der Linearbeschleuniger neuester Generation kann selbst kleine Tumore mit hoher Dosis und höchster Präzision bestrahlen. Die so genannte stereotaktische Bestrahlung wird wegen dieser Präzision auch als „Operation ohne Skalpell“ bezeichnet. „Das Verfahren ermöglicht uns, Patienten mit Metastasen in Kopf, Lunge, Leber und Knochen zu behandeln, für die es lange Zeit hier in unserem Klinikum leider keine Therapie-Option gegeben hat“, erklärt die Chefärztin.  
Der Beschleuniger ist gekoppelt mit einem Rotations-KV-CT und einem 3-D-Oberflächen-Scanner, um die millimetergenaue Lagerung des Patienten zu sichern. Die ist eine wichtige Voraussetzung für den Behandlungserfolg. Rotierende Bestrahlungsmodule können den Tumor so treffsicher und hochdosiert aus allen Richtungen bestrahlen und die Dosis im Isozentrum bündeln. Gesunde Zellen werden geschont und kranke zielgenau zerstört. Entlastend für Patienten ist zudem, dass sich mit der neuen Technik die Bestrahlungszeit auf etwa ein Drittel verkürzt.
Insgesamt acht Millionen Euro investiert das SRH Wald-Klinikum in seine moderne Strahlentherapie. Im letzten Schritt wird im Laufe des Sommers ein zweiter neuer Linearbeschleuniger installiert, der einen Vorgänger aus dem Jahr 2009 ersetzt. Danach ist die Strahlentherapie in Gera im Tandemsystem mit den neuesten Bestrahlungsgeräten in Thüringen ausgestattet. Ein vorhandenes Strahlentherapiegerät aus dem Baujahr 2010 wird erhalten und diese Ausstattung ergänzen.