Premiere für unser SRH Nachwuchs-Stipendium

04.12.2018

Zwei Medizin-Studenten aus Jena und Leipzig sind die ersten jungen Talente, die das SRH Wald-Klinikum Gera fördert.


Als kleines Mädchen, im Alter von sieben Jahren, kam Tanja Holzhey ins Krankenhaus - seit dem Tag stand für sie ihr Berufswunsch fest: "Ich wollte Ärztin werden, über Alternativen habe ich nicht groß nachgedacht." Die heute 22-Jährige hat sich ihren Wunsch erfüllt und studiert derzeit in Leipzig Medizin. Die zielstrebige junge Frau, die sich zudem in der AIDS-Prävention und bei Medinetz engagiert, gehört gemeinsam mit Maximilian Schröter zu den ersten jungen Talenten, die das SRH Wald-Klinikum Gera mit einem Nachwuchs-Stipendium fördert. Für die Dauer von 4 Semestern erhalten die Studenten eine monatliche Unterstützung von 300 Euro. Kein Knebelvertrag, sondern eine Einladung, mit dem Klinikum gemeinsam die Karriere zu planen. Denn im Gegenzug verpflichten sich die Studenten lediglich zu anteiligen Inhouse-Famulaturen und/oder einem Inhouse-PJ (Praktisches Jahr) im Verbund der Thüringer SRH Kliniken Gera/Suhl, MVZ und Reha-Einrichtungen. Man könnte auch sagen, beide Seiten verpflichten sich, sich näher kennenzulernen. In der Zeit haben Klinikum und Studenten die Möglichkeit, sich voneinander zu überzeugen.

"Wir pampern niemanden, aber wir wollen mit Zusatzangeboten unter dem medizinischen Nachwuchs auf uns aufmerksam machen", sagt Dr. Katja Seime, die als Personalentwicklerin das Stipendium entwickelt hat. Das Signal an die Studentenschaft heißt: Bei SRH kümmern sich Ärzte um die nächste Generation. Denn wer heute den Nachwuchs mit interessanten Angeboten in der Region hält, kann morgen die Patientenversorgung sichern. Die Personalpolitik sei eine der größten Herausforderungen der Zukunft, betont Geschäftsführer Dr. Leder. „Mit unserer Ausbildung, unserer technischen Ausstattung, unserem Betriebsklima schaffen wir Rahmenbedingungen, damit man sich am Klinikum wohlfühlt, her kommt, bleibt und die Zukunft am Haus plant."

Das Stipendium ist eines von mehreren Instrumenten, um das Klinikum als Arbeitgeber und Ausbilder zu empfehlen. Mit dem SRH Ärztenetzwerk Thüringen ist eine Karriere-Plattform für Studenten, aber auch gestandene Fachärzte mit aktuell 200 Mitgliedern entstanden. Hinzu kommen neu konzipierte Erkundungstouren oder Kamin-Abende, bei denen auch Chefärzte sich die Zeit nehmen, um mit den Studis ins Gespräch zu kommen. Die Anstrengungen zeitigen Erfolg: Die Zahl der Famulanten und der PJler ist mit 25 bzw. 30 deutlich angestiegen.

30 Bewerbungen hatte es auch um das Stipendium gegeben, das im Sommer erstmals ausgeschrieben wurde. Die Auswahl trafen Personalmanagement und Chefärzte in einem mehrstufigen Verfahren. Maximilian Schröter ist unser zweites junges Talent, das wir unterstützen. Der Geraer studiert in Jena im zehnten Semester, kennt das Klinikum bereits von seiner Sanitäter-Ausbildung und von Pflege-Praktika und möchte in die Richtung Unfallchirurgie/Orthopädie gehen. Er gehört auch zu den ersten Mitgliedern im Ärztenetzwerk und freut sich auf das PJ bei uns. Der 26-Jährige schätzt, wie Tanja Holzhey auch, die individuelle Betreuung in einem großen Krankenhaus. "Es ist gut, dass man hier mit Ärzten in Kontakt bleiben und Gesicht zeigen kann." Und ein bisschen Lokalaptriotismus ist auch dabei: Gera sei nicht geholfen, wenn alle weggehen. Finden wir auch!