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Richtfest für einen außergewöhnlichen Kindergarten

19.09.2019

Hinter einer außergewöhnlichen Gestaltung steckt oft eine einfache Idee. So auch beim neuen Kindergarten, den das SRH Wald-Klinikum Gera für die Stadt Gera baut. Der Einfall, den Kindergarten in Form einer Blüte zu gestalten, kam Planerin Dr. Maria Hoffmann als sie den Grundriss des benachbarten Klinikums betrachtete: die Bettenhäuser dort haben die Form zweier streng ausgerichteter Ovale. „Das passt nicht zu Kindern, es musste alles runder sein – und so entstand die Blüte“, erzählt die sechsfache Mutter, die im Stadtteil Lusan schon das  ungewöhnliche Perlboot für Kinder baute. Und so wurde am 18. September auf einem Wiesenstück zwischen Wald-Klinikum und Stadtwald Richtfest für einen Kindergarten gefeiert, in dessen Blütenblättern sich künftig Kinder tummeln werden.
Für den neuen Kindergarten haben drei Partner zusammen gefunden: das SRH Wald-Klinikum als Bauherr, die TSA Bildung und Soziales gGmbH Jena als Kita-Träger und Mieter sowie der Stadt Gera, die den Bedarf an öffentlichen Kindergartenplätzen absichern muss.  Zuletzt fehlten in Gera 280 Plätze für Kinder zwischen 1 und 6 Jahren. Mit dem Neubau, der am 23. März 2020 eröffnen soll, bekommt Gera 100 neue Plätze hinzu.
„Wir freuen uns, ein solch tollen Kindergarten für Gera schaffen zu können“, sagt Werner Stalla, Geschäftsführer der SRH Kliniken GmbH. Die gemeinnützige Stiftung hat sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf die Fahnen geschrieben. Es profitieren die eigenen Mitarbeiter, die ihren Nachwuchs gleich nebenan anmelden können. Gerade in der Werbung neuer Fachkräfte sei ein kliniknaher Kindergarten ein wichtiger Faktor, der für den Standort Gera spreche, so Werner Stalla. Es profitiere aber auch die Stadt, die einen außergewöhnlichen öffentlichen Kindergarten hinzugewinne.
„Wir gehen davon aus, dass der Kindergarten in kürzester Zeit voll belegt sein wird“, rechnet Birgit Klemm, Fachdienstleiterin Kinder- und Jugendhilfe, angesichts des steigenden Bedarfs in der Stadt. Sie freue sich über die Zusammenarbeit eines erfahrenen Träger mit einem Bauherren, der die Garantie dafür gewesen sei, dass es „schnell vorwärts geht“.
Der Bau selbst entsteht aus einer Kombination von Mauerwerk und Holzkonstruktion. Von einem zentralen Raum für die gemeinsame Nutzung aus – von oben gesehen der  Blütenkelch – öffnen sich die insgesamt sechs Gruppenräume – die Blütenblätter. In allen Räumen geben bodentiefe Fenster den Blick in den nahen Wald frei und gibt es einen Ausgang ins Freie. Die größeren Kinder können auf Emporen spielen, sich zurückziehen und ausruhen.  Anspruchsvoll sei das Dach mit seinen bis zu 16 Meter langen, geschwungenen Holzbindern gewesen, erzählt Holger Vielmuth, Leiter Bau/Technik am Klinikum. Am Ende aber werde der Bau planmäßig fertig.
Die TSA baut unterdessen das neue Erzieherteam auf und entwickelt das pädagogische Konzept. In der Nachbarschaft zum Stadtwald werden Natur und Bewegung im Mittelpunkt stehen, sagt Stephan Riese, Geschäftsführer Bildung & Soziales. Interessierte Eltern können Kinder bereits jetzt voranmelden. Die Höhe der Gebühren liegt im oberen Bereich der in Gera üblichen Sätze. Der Neubau entsteht ohne öffentliche Förderung.
Das Klinikum als größter Arbeitgeber Geras hatte längere Zeit nach einem passenden, erfahrenen Partner für das Projekt gesucht und ihn schließlich in der TSA gefunden, die 20 Kindergärten in Jena, Erfurt und Dresden betreibt. Ein gemeinsamer Dank für die Unterstützung bei der Umsetzung geht an das Geraer Jugendamt, den Jugendhilfeausschuss sowie die Stadträte Daniel Reinhardt (Die Linke) und Andreas Kinder (CDU).