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Tarifeinigung bei den SRH Kliniken – Gehaltszuwachs bis 14% über zwei Jahre

16.04.2019

Das gemeinnützige Stiftungsunternehmen SRH und die Gewerkschaft ver.di vereinbaren eine deutliche Aufwertung von Pflege und Therapie. Als erster großer Krankenhausträger zahlt die SRH gleiche Stundenlöhne in den Tarifgebieten Ost und West. In Thüringen sinkt zudem die Wochenarbeitszeit auf 39 Stunden.


Als erster großer Klinikträger bietet die gemeinnützige SRH gleiche Stundenlöhne in den Tarifgebieten Ost und West. Die Wochenarbeitszeit wird in Thüringen ab Juli auf 39,5 Stunden verkürzt, ab 1. Januar 2020 sinkt sie auf 39 Stunden. Die Beschäftigten in zehn SRH Kliniken in Baden-Württemberg und Thüringen erhalten eine Einmalzahlung von 600 Euro für das erste Halbjahr sowie eine Lohnerhöhung um 4 Prozent, mindestens 100 Euro, ab dem 1. Juli 2019. Eine weitere Steigerung um 3,2 Prozent erfolgt zum 1. Mai 2020. Als Ausgleich für die halbe Wochenstunde Mehrarbeit erhalten Thüringer Kolleginnen und Kollegen zusätzliche 1,3 Prozent mehr Lohn ab 1. Juli 2020.

Das Gesamtpaket umfasst weitere Zulagen von bis zu 150 Euro monatlich, bessere Ausgleiche für Bereitschaftsdienste und unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für die Beschäftigten in der Pflege summiert sich der neue SRH Tarif innerhalb von zwei Jahren auf einen Gehaltszuwachs von bis zu 14 Prozent. Damit setzt sich die SRH in Thüringen an die Vergütungs-Spitze für Pflegekräfte.

Eine Krankenschwester oder examinierte Altenpflegerin mit fünfjähriger Berufserfahrung beispielsweise erhält inklusive aller Sonderzahlungen und üblichen Zuschlägen im Jahr 2019 einen durchschnittlichen Monatslohn von rund 3.200 Euro bei einer 39,5 Stunden Woche. Im Jahr 2020 erhält sie bereits rund 3.500 Euro Monatslohn bei 39 Stunden Wochenarbeitszeit.

„Wir stellen uns als gemeinnütziges Stiftungsunternehmen der gesellschaftlichen Herausforderung, insbesondere die Pflege aufzuwerten. Als gemeinnütziger Träger mit einem guten Unternehmensklima und herausragender Entlohnung sind wir attraktiver Arbeitgeber. Und wir investieren in die Ausbildung junger Menschen, um Gesundheitsberufe noch attraktiver zu machen“, sagte der Geschäftsführer der SRH Kliniken GmbH, Werner Stalla.

Auszubildende erhalten rückwirkend zum 1. Januar 100 Euro mehr Lohn und zum 1.1.2020 eine weitere Erhöhung um 50 Euro.  Wer eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, Operationstechnischen oder Medizinischen Assistenz abschließt, wird garantiert in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Mit mehr als 500 Auszubildenden allein in der Pflege leistet die SRH bereits jetzt einen Beitrag gegen den Fachkräftemangel in der Pflege in Deutschland.

Die am 11. April verhandelte Tarifeinigung hat eine Laufzeit von 24 Monaten und steht unter Gremienvorbehalt.