Orthopädie und Endoprothetik

Für die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Bewegungsapparates stehen uns moderne Medizintechnik und Untersuchungsverfahren zur Verfügung

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    Teilgelenkersatz am Knie - Was ist Voraussetzung?
    Teilgelenkersatz: Hemischlitten (links) und Totalendoprothese (rechts)

    Ist ein begrenzter Anteil des Kniegelenkes (Innenseite/Außenseite) von relevanter Arthrose betroffen, so kann eine sogenannte Schlittenprothese eingesetzt werden. Der intakte Knorpel bleibt hierbei unberührt, es wird lediglich der zerstörte Anteil des Gelenks ersetzt.  Bei der Operation werden die verschlissenen Gelenkanteile entfernt und Kufen aus Edelstahl eingebracht. Zwischen den Metallkomponenten (am Oberschenkelknochen und Schienbeinkopf) befindet sich eine Kunststoffscheibe.

    Ein Vorteil des Teilgelenkersatzes ist, dass der gesunde Anteil des Kniegelenkes erhalten und funktionsfähig bleibt. Dies erlaubt auch eine bessere Beweglichkeit. Das Implantat wird über einen kleinen operativen Zugang ohne Muskeldurchtrennung (minimalinvasiv) eingebracht.

    Sollte es nach Jahren zu einem Fortschreiten des Verschleißes in den nicht ersetzten Gelenkanteilen kommen, so ist dann der Wechsel auf eine Totalendoprothese möglich.

    Kurzschaft am Hüftgelenk - Warum ist weniger mehr?
    Kurzschaft

    Mit dem Kurzschaft steht ein modernes und bewährtes Implantat zu Verfügung. In der Operation wird der Schenkelhals an einer höheren Stelle als beim Standardschaft durchtrennt. Zusätzlich erfolgt die Verankerung des Implantates über eine kürzere Strecke. Somit wird wichtiger Knochen geschont. Der Knochen gilt in der Endoprothetik als das wertvollste Material. Es ist wichtig, ihn soweit als möglich zu erhalten - auch im Hinblick auf die mögliche Anzahl von Wechseloperationen in der Zukunft. Daher sollte insbesondere bei den für die Erstversorgung  immer jünger werdenden Patienten ein besonderes Augenmerk auf die Schonung der Ressource gerichtet werden.  Ein weiterer bedeutender Vorteil des Kurzschaftes zeigt sich in der Schonung von Muskulatur. Die Implantation kann neben dem kleineren Hautschnitt auch durch eine geringere Ablösung von Muskeln und Sehnen gelingen. Dies spiegelt sich in der schnelleren Rehabilitation wider.
    Für welche Patienten das Verfahren geeignet ist, wird individuell beurteilt und hängt vor allem von der Qualität und Formgebung des Knochens ab.

    Lockerung des Kunstgelenkes - Was dann?
    Lockerung des Kunstgelenkes: Wechselimplantate Hüfte Foto: Fa. Peter Brehm

    Die Lebensdauer von Kunstgelenken beträgt heute bereits viele Jahre. Dennoch ist die Lockerung aus der knöchernen Verankerung das Schicksal einer jeden Endoprothese. Faktoren, die die individuelle Haltbarkeit bestimmen, sind hauptsächlich: die Art des angewandten künstlichen Gelenkes, dessen Gleitpaarung und Verankerung sowie das Gewicht, Alter und Maß der körperlichen Aktivität des Patienten.
    Wenn sich das künstliche Gelenk aus dem umgebenden Knochen gelockert hat oder die Gleitpartner abgenutzt sind, so wird ein Wechsel des Implantates erforderlich. In einigen Fällen zeigt sich dann bereits ein ausgeprägter Knochenverlust, welcher durch das neue Kunstgelenk aufgefüllt oder überbrückt werden muss. Hierfür stehen uns Spezialimplantate zur Verfügung, die während der Wechseloperation je nach Bedarf im „Baukastenprinzip“ zusammengesetzt werden können. So lässt sich wieder eine stabile Verankerung im Knochen gewährleisten. In einigen Fällen werden knöcherne Defektzonen mit Fremdknochen wieder aufgebaut, der in unserer hauseigenen Knochenbank zur Verfügung steht.

    Was kann man tun, bevor der Knochen bricht?
    Osteoporose: gesunder Knochen (links), Knochen mit Osteoporose (rechts)

    Osteoporose (Knochenschwund) ist die häufigste Erkrankung des Skeletts. Gekennzeichnet ist sie durch den Verlust an Knochenmasse und ein damit steigendes Risiko für Knochenbrüche. Erste Anzeichen für eine Osteoporose können chronischer Rückenschmerz, Rundrückenbildung, abnehmende Körpergröße sowie Knochenbrüche (insbesondere Oberschenkelknochen und Wirbelsäule) ohne äußerliche Einwirkungen sein. Betroffen sind oftmals Frauen nach den Wechseljahren oder ältere Menschen.
    Beim Vorliegen von Risikofaktoren, wie erbliche Belastung, unausgewogene Ernährung (Kalziummangel) oder Dauertherapie mit Kortison, ist eine Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) sinnvoll. Diese führen wir im anerkanntesten Verfahren - der DXA-Messung - durch. Wir erstellen mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan. Ziel der Therapie ist es, die Knochen zu stärken und Brüche zu verhindern. Neben einer ausgewogenen Ernährung (Calcium/Vitamin D) und regelmäßiger körperlicher Aktivität ist in einigen Fällen die medikamentöse Therapie erforderlich. Es stehen Präparate zur Verfügung, die den Knochenaufbau anregen und/oder den Knochenabbau reduzieren.

    So erreichen Sie uns!

    Dr. med.
    Rando Karl Winter
    Chefarzt

    Sekretariat
    Andrea Koppe

    Telefon: 0365 828-3741
    Fax: 0365 828-3742
    E-Mail senden

    Termine für die Sprechstunde unter Tel. 0365 828-3730

    Diagnostik und Therapie

    • Röntgen, Knochendichtemessung
    • Kernspintomographie (MRT) und Computertomographie (CT)
    • Skelettszintigraphie
    • Arthroskopie (Gelenkspiegelung) Gelenkerhaltende Operationen mit Optimierung der Beinachse und Gelenkstellung
    • Einsatz minimal-invasiver und computergestützter OP-Verfahren
    • Teilgelenksersatz (Hemischlitten, Patellagleitlagerersatz) am Kniegelenk
    • Kurzschaftprothesen mit nahezu verschleißfreien Komponenten am Hüftgelenk
    • Austausch künstlicher Gelenke (Wechseloperationen) bei Lockerung
    • Allergiefreie Implantate
    • Spezialimplantate bei Knochendefekten und Tumoren
    • Knochentransplantationen bei Durchblutungsstörungen
    • Knochenaufbau durch eigene Knochenbank