Darmkrebszentrum

In enger interdisziplinärer Zusammenarbeit bieten wir unseren Patienten das komplette Spektrum modernster Therapiemethoden.

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    Endoskopische Therapie
    Endoskopische Therapie

    Die Koloskopie ist die Methode der Wahl in der Diagnostik von Darmkrebs. Auch bietet die Darmspiegelung gleichzeitig die Möglichkeit, Gewebeproben zu entnehmen sowie die sog. Darmpolypen (Karzinomvorstufen) vollständig zu entfernen und somit die Entstehung von Darmkrebs zu verhindern. Der Ablauf der Untersuchung sowie die Risiken werden in einem Aufklärungsgespräch mit dem Arzt erläutert. Bei sog. Frühkarzinomen, deren Ausbreitung sich auf die innere Darmwandschicht beschränkt, ist bei Erfüllen definierter Kriterien auch die minimal invasive endoskopische Entfernung möglich. Des Weiteren wird die Endoskopie bei Therapie von Engstellen im Darm sowie Blutungen eingesetzt.

    Operation
    Chirurgische Instrumente

    Das chirurgische Team des Darmzentrum Gera bietet seinen Patienten sämtliche operative Verfahren einer modernen kolorektalen Chirurgie, die von einer Entfernung einzelner Darmabschnitte bis hin zur multiviszeralen, also organübergreifenden Resektion führen kann. Wie etwa im Rahmen der Divertikulitiskrankheit werden diese Eingriffe vorzugsweise laparoskopisch („Schlüssellochchirurgie“) durchgeführt. Der gerade im höheren Alter immensen Bedeutung einer raschen  Rekonvaleszenz nach der Operation wird durch ein implementiertes FAST-TRACK-Konzept Rechnung getragen, das durch die enge Zusammenarbeit von Ärzten, Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Psychoonkologen realisiert wird.

    Chemotherapie
    Chemotherapie bei Darmkrebs

    Je nach Ausmaß (Stadium) der Erkrankung werden Darmkrebspatienten mit einer medikamentösen Behandlung der Erkrankung in Kontakt kommen. Eine Chemotherapie ist eine Form der Behandlung, bei der Medikamente (Zytostatika) zum Einsatz kommen, die auf die Zellen im Körper wirken, die sich besonders schnell teilen. Dabei werden bösartige Zellen zerstört und das Zellwachstum gehemmt. Im Gegensatz zur Bestrahlung und Operation wirkt die Chemotherapie nicht auf einzelne Abschnitte im Körper, sondern behandelt den gesamten Organismus und wird daher auch als „systemische Therapie“ bezeichnet.

    Ob eine medikamentöse Therapie erforderlich ist und für den einzelnen Patienten Vorteile bringt, hängt von dem Ausbreitungsstadium, der Aggressivität des Tumors, dem Alter und dem Gesamtzustand des Patienten ab.

    Strahlentherapie
    Strahlentherapie bei Darmkrebs

    Bei Tumorerkrankungen des Enddarmes stellt die Bestrahlung im Bereich des Beckens neben Operation und medikamentöser Therapie die dritte wichtige Behandlungskomponente dar. Zumeist erfolgt ihr Einsatz in Kombination mit medikamentöser Therapie als simultane Radiochemotherapie vor der geplanten Operation. Ziel ist dabei eine Verkleinerung des Tumors mit anschließender besserer Operabilität. Die lokale Wirksamkeit der Bestrahlung auf den Tumor wird durch die gleichzeitige Gabe der zytostatischen Chemotherapie erhöht. Durch deren Verteilung im gesamten Organismus kann eine prophylaktische Wirkung auf möglicherweise vorhandene Mikrometastasen in anderen Körperregionen erreicht werden.

    Eine Strahlentherapieserie umfasst zwischen 25 und 33 täglichen Einzelbestrahlungen über einen Zeitraum von 5 bis 7 Wochen.

    Stomaversorgung
    Stomaversorgung

    Der Erstkontakt durch speziell geschultes Personal beginnt bei einem geplanten Eingriff vor der Operation. Es erfolgt ein ausführliches Beratungsgespräch mit dem Betroffenen und auf Wunsch auch mit den Angehörigen. Im Rahmen des Erstkontaktes wird die sogenannte „Stomamarkierung“ durchgeführt. Während des weiteren stationären Verlaufes erfolgt die stufenweise Anleitung und Beübung des Betroffenen und auch der Angehörigen. Ziel ist es, den Versorgungswechsel zu erlernen und selbstständig durchzuführen. Die Stomamaterialien werden erklärt und sind entsprechend angepasst.

    Zu Fragen bezüglich der Ernährung stehen Ihnen die Pflegeexperten gern zur Verfügung. Die häusliche Weiterversorgung wird in enger Zusammenarbeit zum Beispiel mit dem sozialen Dienst interdisziplinär für Sie organisiert.

    Psychoonkologische Betreuung
    Psychoonkologische Betreuung bei Darmkrebs

    Die psychoonkologische Betreuung umfasst die Begleitung in allen Krankheitsphasen – bei Diagnosestellung, präoperativ, postoperativ und als post-stationäres Angebot. Zudem vermitteln wir ambulante Nachsorgemöglichkeiten (z.B. Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen) in Ihrer Region. Durch die psychoonkologische Mitbehandlung können wir Sie zum Beispiel dabei unterstützen,

    • einen für Sie passenden Umgang mit der Diagnose zu finden
    • Möglichkeiten zur Bewältigung von Ängsten und Stimmungstiefs zu entdecken
    • Entspannung und Ruhe zu erleben
    • Stabilisierung in Krisen zu erfahren
    • neue Perspektiven und Handlungswege zu gestalten
    • bei Bedarf in besonderen Lebenssituationen vertrauensvoll und individuell zu begleiten, selbstverständlich auch Ihre Angehörigen.
    Ambulantes Palliativteam (SAPV)
    Ambulantes Palliativteam (SAPV)

    Patienten mit fortgeschrittener Tumorerkrankungen steht unser Palliativteam zur Verfügung. Dazu werden nicht nur Medikamente, sondern auch individuell angepasste Maßnahmen der Pflege, Physiotherapie und Ernährung eingesetzt. Unsere spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) ermöglicht Schwerstkranken, die letzte Lebensphase zu Hause zu verbringen. Das speziell ausgebildete Team aus Pflegefachkräften und Ärzten kommt in die vertraute Umgebung, der Patient behält seine niedergelassenen Ärzte und Pflegedienste bei. Schmerzbehandlung und Symptomlinderung stehen im Vordergrund unserer Palliativversorgung. Das Ambulante Palliativteam (SAPV) ist für Patienten und Angehörige über eine 24-Stunden-Notfall-Nummer erreichbar.

    So erreichen Sie uns!

    Uwe Will

    Prof. Dr. med.
    Uwe Will
    Zentrumsleiter

    Chefarztsekretariat
    Marion Große

    Telefon: 0365 828-2401
    E-Mail senden

    Therapie

    • Endoskopische Polypektomie (Entfernung der Polypen durch das Endoskop)
    • Endoskopische Mukosaresektion (endoskopische Entfernung der flach wachsenden Polypen)
    • Endoskopische Submukosadissektion (2. Methode endoskopischer Entfernung der großen, flach wachsenden Polypen)
    • TEM (transanale endoskopische Mikrochirurgie)
    • Dickdarmresektion (operative Entfernung des Dickdarmkrebses)
    • Moderne operative Techniken zur Entfernung des Mastdarmkrebses
    • Laparoskopische Operationen („Schlüssellochchirurgie“)
    • Alle Formen der Metastasenbehandlung (chirurgisch, ultraschallgesteuert, radiologisch und onkologisch)
    • Alle Formen der Chemotherapie
    • Strahlentherapie
    • Neue medikamentöse Behandlungsmethoden wie Antikörpertherapie
    • Hochmoderne Narkosemedizin, Intensiv- und Schmerztherapie