Hautkrebszentrum

Wir bieten moderne Diagnostik- und Therapieverfahren an. Die Therapieentscheidung wird durch das interdisziplinäre Tumorboard unterstützt

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    Dermatochirurgie
    Chirurgisches Instrumentarium

    Der Hauttumor wird vollständig operativ entfernt und histologisch aufgearbeitet. Bei Nachweis von Tumorausläufern, die den Operationsrand des Tumorpräparats überschreiten, wird im betreffenden Bereich nachoperiert, bis der Tumor vollständig entfernt ist. Erst nach Bestätigung tumorfreier Schnittränder wird der Operationsdefekt verschlossen.

    Entfernung des Schildwächterlymphknotens
    Chirurgisches Instrumentarium

    Wurde ein malignes Melanom entfernt, wird ab einer Tumordicke von 1mm und/oder bei bestimmten anderen Kriterien die Entfernung des Wächterlymphknotens durchgeführt. Dieser Lymphknoten, der die Lymphbahnen aus der Region des Primärtumors aufnimmt, wird auf Tumorzellen untersucht und kann zu weiteren Therapieentscheidungen führen.
    Dieser Eingriff wird meist mit der Nachexzision zur Herstellung des leitliniengerechten Sicherheitsabstandes um die Erstoperationsnarbe kombiniert.

    Elektrochemotherapie
    Elektrochemotherapie

    Zur örtlichen Behandlung von Metastasen des Haut- und Fettgewebes, von sehr großen Hauttumoren oder auch Hautmetasten anderer Tumoren (z.B. Brust- oder Nierenkrebs) kann die Elektrochemotherapie zur lokalen Tumorkontrolle und Verbesserung der Lebensqualität durchgeführt werden. Nach intravenöser Verabreichung eines Chemotherapeutikums (Bleomycin) wird eine spezielle Elektrode in die Metastase eingestochen und ein elektrischer Impuls abgegeben. Dabei kommt es durch Elektroporation (Erzeugung einer erhöhten Permeabilität der Zellwände durch die kurzfristige intratumorale Applikation eines starken elektrischen Feldes) zu einer hochkonzentrierten Anreicherung des Chemotherapeutikums in der Metastase und kann hier gezielt seine Wirkung entfalten. Dadurch werden nur geringe Mengen des Chemotherapeutikums benötigt und die Nebenwirkungen bleiben sehr gering.

    Extrakorporale Photopherese (ECP)
    Infusion

    Bei der ECP werden weiße Blutkörperchen durch UV-Licht bestrahlt und dann dem Patienten wieder zurückinfundiert. Die Immunzellen werden durch diese Therapie verändert, was zu einer Hemmung von Entzündung oder zum Absterben bestimmter Tumorzellen führt.  Diese „Blutwäsche" kann bei schwer behandelbaren Autoimmunerkrankungen oder kutanen T-Zell-Lymphomen eingesetzt werden. Die Behandlungsintervalle orientieren sich an der Krankheitsaktivität und den subjektiven Beschwerden des Patienten. Die ECP erfolgt meist an jeweils zwei aufeinanderfolgenden Tagen, für die der Patient auf unserer Station aufgenommen wird.

    Immuntherapie
    Infusion

    Wurde ein malignes Melanom, ggf. auch befallene  Lymphknoten, operativ entfernt, und liegen keine Fernmetastasen vor, kann eine sog. adjuvante Immuntherapie mit Interferon-alpha sinnvoll sein. Diese soll das Immunsystem unterstützen, eventuell noch im Körper vorhandene einzelne Tumorzellen zu erkennen und zu bekämpfen. Die Therapie wird mit subkutanen Injektionen („Bauchspritzen“) über einen definierten Zeitraum durchgeführt.

    Zur Immuntherapie bei Patienten mit malignem Melanom im fortgeschrittenen Stadium gehört auch die Behandlung mit dem CTLA-4-Antikörper Ipilimumab und die PD-1-Antikörper Nivolumab und Pembrolizumab, die zu einer Aktivierung des Immunsystems führen.

    Zielgerichtete Therapie (targeted therapy)
    Infusionstherapie

    Das BRAF-Protein ist ein wichtiger Bestandteil des RAS-RAF-Signalweges, der am normalen Wachstum und Überleben der Zellen beteiligt ist. Bei Vorliegen bestimmter Mutationen z.B. der BRAF-Mutation im malignen Melanom kommt es zu einer Überaktivierung dieser Signalwege, die zu unkontrolliertem Zell- und damit Tumorwachstum führen. Die zielgerichtete Therapie (targeted therapy) führt durch eine gezielte Blockade dieser mutationsbedingten Zellsignalübertragungen zu einer Hemmung des Tumorwachstums. Inzwischen wird eine Kombinationstherapie mit einem BRAF-Blocker und einem MEK-Blocker eingesetzt, die der Monotherapie überlegen ist und höhere Ansprechraten zeigt.

    Klinische Studien
    Klinische Studien

    Unser Zentrum für klinische Studien ermöglicht die Teilnahme an klinischen Studien, bei denen neue Wirkstoffe vor einer Zulassung auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen geprüft werden.


    So erreichen Sie uns!

    Martin Kaatz

    Priv.-Doz. Dr. med.
    Martin Kaatz
    Chefarzt

    Chefarztsekretariat
    Ines Kaufmann

    Telefon: 0365 828-7701
    E-Mail senden

    Therapie

    Diagnostik:

    • Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie)
    • Computerdermatoskopie/ digitale Bildanalyse („Fotofinder“)
    • OCT, Multiphotonenlasertomografie
    • Lymphknotensonographie und -szintigrafie
    • Tumormarkerbestimmung
    • Probeentnahme und feingewebliche Untersuchung
    • Molekulargenetische Untersuchung (Mutationsanalyse)
    • Wächterlymphknotenentfernung (Sentinel Node Biopsy)
    • CT-, MRT-Untersuchung

    Therapie:

    • Dermatochirurgie, mikrographisch kontrollierte Chirurgie
    • Lasertherapie
    • UV-Therapie, extrakorporale Photopherese (ECP)
    • Photodynamische Therapie
    • Immuntherapie
    • Chemotherapie (Mono-, Polychemotherapie)
    • Elektrochemotherapie
    • Targeted therapy
    • Adjuvante Therapie (Interferon)
    • Klinische Studien