Pankreaskrebszentrum

In unserem Pankreaskrebszentrum Gera bieten wir alle für die Krankheitsentdeckung und Erfassung des Krankheitsausmaßes notwendigen diagnostischen Verfahren an.

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    Risikofaktoren
    Bauchspeicheldrüsenkrebs

    In Deutschland erkranken ca. 13.000 Menschen / Jahr an einem Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom). Bei ca. 95% der Erkrankten handelt es sich um ein Adenokarzinom ausgehend vom Epithel des Pankreasganges. Andere seltene maligne Pankreastumore sind zystische, azinäre oder neuroendokrine Tumore. Erhöhtes Risiko für die Entstehung eines Bauchspeicheldrüsenkrebses haben z. B. Verwandte ersten Grades von Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs, Patienten mit chronischer oder hereditärer Pankreatitis, mit hereditärem Mamma- und Ovarialkarzinom oder mit Polyposissyndromen (z. B. Peutz-Jeghers-Syndrom, Familiäre Polyposis, HNPCC). Ein weiterer Risikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs ist der Tabakkonsum, der zu einer Verdopplung des Risikos, an einem Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, führt.

    Symptome
    Stethoskop

    Bei Patienten mit neu aufgetretenem Oberbauch- oder Rückenschmerz, abnormer Gewichtsabnahme oder schmerzlosem Ikterus sollte eine weiterführende Diagnostik zur Frage Bauchspeicheldrüsenkrebs erfolgen.
    Ein neu aufgetretener Diabetes mellitus oder eine akute Pankreatitis unklarer Ätiologie kann unter bestimmten Umständen eine weiterführende Diagnostik zum Ausschluss eines Pankreaskarzinoms notwendig machen (zusätzlich zu  o. g. Symptomatik, Alter über 50 Jahre).


    Sonografie
    Ultraschalluntersuchung

    Die Sonografie (Ultraschall) als beliebig wiederholbares und für den Patienten gefahrloses diagnostisches Verfahren steht an erster Stelle der bildgebenden Untersuchungsmethoden bei Patienten mit abdominellen Beschwerden.
    Die Bauchspeicheldrüse liegt im Oberbauch und ist in der Regel durch den UItraschall gut zu beurteilen. Bereits kleine Tumoren unter 1 cm Größe können mit modernen Ultraschallgeräten sicher detektiert werden. Durch die Kombination verschiedener Verfahren (B-Bild-, Farbdoppler-, Kontrastmittelsonografie) ist bereits eine sichere Unterscheidung der Tumorarten möglich. So werden zystische Raumforderungen von soliden Tumoren unterschieden, primäre Pankreastumoren von Metastasen und Lymphomen. Durch sonografisch-gestützte Punktion kann eine zytologische oder histologische Dignitätsbeurteilung eines Pankreastumors erfolgen. Weitere für den Patienten aufwendige bzw. strahlenbelastende Untersuchungsverfahren zur Festlegung der nachfolgenden Therapie können in vielen Fällen vermieden werden.

    Endoskopie
    Ultraschall

    Unsere Endoskopie verfügt über alle Verfahren, die für die Diagnosesicherung und Ausbreitungsdiagnostik notwendig sind. Die Endosonografie bietet die höchste Ortsauflösung an der Bauchspeicheldrüse und kann bereits kleinste Tumore darstellen. Zudem lassen sich Kriterien für die Operabilität darstellen. Bei unklaren Veränderungen wie zystische Tumore, chronische Entzündung und andersartige Tumore in der Vorgeschichte ermöglicht die Endosonografie eine Gewebegewinnung mittels Punktion. Bei Gallestau mit Entzündung der Gallenwege erfolgt vor der Operation die endoskopische Einlage einer Gallenwegsdrainage.

    Radiologie
    Radiologische Diagnostik

    Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie verfügt über die wichtigsten Untersuchungsverfahren zur Erkennung und Behandlung von Tumoren der Bauchspeicheldrüse.
    Die Computertomografie bietet mit Hilfe hier verwendeter Kontrastmittel die Möglichkeit, einen Tumor in seiner exakten Größe und seiner Lagebeziehung zu anderen Organen des Körpers darzustellen. Hierzu werden durch spezielle Untersuchungsverfahren insbesondere die angrenzenden Gefäße erfasst. Desweiteren können Verkalkungen, vergrößerte Lymphknoten oder Tumorabsiedlungen (Metastasen) in anderen Organen des Körpers aufgespürt und bei Bedarf zur Gewinnung von Gewebeproben punktiert werden.
    Die Angiografie dient u.a. zur Darstellung der Blutversorgung von Tumoren und bietet die Möglichkeit, eine Tumorblutung zu behandeln und tumoröses Gewebe durch Verschluß von Gefäßen zu verkleinern.
    Die Kernspintomografie beinhaltet einen sehr hohen Weichteilkontrast und vermittelt sehr detaillierte diagnostische Einblicke zur Darstellung der Gallengänge oder des Pancreasganges als auch kleinster Herdbefunde.

    Zweitmeinung
    Beratungsgespräch

    Die Diagnose Pankreaskrebs ist immer schwer zu verkraften. Eine zweite Meinung einzuholen, hilft vielen Betroffenen, sich für die individuell richtige Behandlung zu entscheiden und ist bei den meisten Krankenkassen im Leistungsangebot bereits enthalten. Wann ist eine Zweitmeinung sinnvoll? Dafür sollten Sie sich folgende Fragen stellen: Wurden Ihnen mehrere Behandlungsmöglichkeiten vorgeschlagen und Sie sind sich unsicher, welche die richtige für Sie ist? Sind Sie unsicher, ob die Empfehlung Ihres Arztes wirklich die beste Behandlung für Sie bedeutet? Haben Sie von Therapiemöglichkeiten erfahren, mit denen Ihr Arzt nicht vertraut ist? Wollen Sie sich über neue Behandlungsansätze informieren, die sich noch im Versuchsstadium befinden. Möchten Sie mit einem Arzt sprechen, der mit klinischen Studien bereits Erfahrung hat?

    So erreichen Sie uns!

    Thomas Manger

    Prof. Dr. med.
    Thomas Manger
    Chefarzt

    Chefarztsekretariat
    Silvia Groß

    Telefon: 0365 828-3101
    E-Mail senden

    Diagnostik

    • Sonografie (Ultraschalluntersuchung) mit Kontrastmittel
    • Endosonografie (innerer Ultraschall)
    • Feinnadelpunktionen
    • Gastroskopie (Magenspiegelung)
    • Histologie (Gewebeprobeuntersuchung)
    • Röntgenuntersuchungen
    • Computertomografie (CT)
    • Magnetresonanztomografie (MRT)
    • Kardiologische und pneumologische Untersuchungen
    • Laboruntersuchungen