Schlaganfall-Zentrum

Wir behandeln unsere Patienten individuell entsprechend ihrer Ausfallerscheinungen - mit dem Ziel, die bestmögliche Lebensqualität zu erreichen.

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    Symptome eines Schlaganfalles
    Symptome eines Schlaganfalles

    Die wichtigsten Ursachen des Schlaganfalls sind ein Gefäßverschluss oder eine Gehirnblutung. Die Symptome auf einen Blick:

    • Taubheitsgefühl/Lähmung einer Körperseite, schiefer Mund
    • Sprach- oder Sprechstörungen, Schluckstörung
    • Unkoordinierte Bewegungen, Gangunsicherheit
    • Akuter Drehschwindel, Übelkeit, starke Kopfschmerzen
    • Desorientiertheit, Bewusstlosigkeit
    • Sehstörungen, Doppelbilder
    Physiotherapie
    Physiotherapie nach Schlaganfall
    • Die Therapie beginnt, auch wenn der Patient noch bettlägerig oder schläfrig ist
    • Fördern und Aktivieren der betroffenen Seite
    • Bewegungsstraining ist entscheidend für den Erfolg der motorischen Rehabiliation
    • Schulung der Orientierung am eigenen Körper und im Raum
    • Auseinandersetzung mit der Schwerkraft, Verbesserung der Rumpfstabilität und Koordination
    • Gleichgewichtsschulung, Tonusregulation, Wiedererlernung von Bewegungen/Handlungen im Alltag
    Neuropsychologie
    Neuropsychologische Diagnostik

    Die neuropsychologische Diagnostik dient dazu, nicht so offensichtliche Schäden nach dem Schlaganfall frühzeitig zu erfassen, damit die notwendige Rehabilitation individuell gestaltet werden kann. Untersucht werden die Bereiche Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis, Sprache, Wahrnehmung, räumlich-konstruktive Fähigkeiten und exekutive Funktionen sowie allgemeine intellektuelle Fähigkeiten wie Schreiben, Rechnen, logisches Denken. Auch die psychische Verfassung des Patienten spielt eine Rolle, zum Beispiel Ängste und drepressive Verstimmungen. Hier wird eine Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung angeboten

    Ergotherapie
    Ergotherapie - ein Patient stapelt Becher

    Das Ziel der Ergotherapie ist die Wiedererlangung bzw. Erhaltung größtmöglicher Selbstständigkeit im Alltag und die Verbesserung der Lebensqualität. Die Therapie ist gerichtet auf:

    • Schulung der Wahrnehmung - Erkennen von Gegenständen, Erfassen von Zeit, Raum und Personen
    • Anbahnung von normalen, physiologischen Bewegungsabläufen
    • Erlernen von Kompensationsmechanismen
    • Verbesserung von Grob- und Feinmotorik
    • Hirnleistungstraining (Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis)
    • Training von Alltagsaktivitäten mit dem Ziel der Selbstständigkeit (Waschen, Duschen, Zähneputzen, Haarekämmen, An- und Auskleiden, Frühstückstraining)
    Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schlucktherapie

    Nach umgehender Diagnostik durch erfahrene Sprechwissenschaftler und Logopäden, bei Bedarf ergänzt durch Endoskopie und Röntgenuntersuchung, beginnt unmittelbar die individuelle Therapie. Ziele sind die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit zur Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben sowie problemloses und selbständiges Essen und Trinken.
    Schwerpunkte sind u. a. Übungen
    •    zum Verstehen von gesprochener und geschriebener Sprache
    •    zu Wortfindung, Satzbildung und flüssigem Ausdruck
    •    zum Schreiben und Lesen
    •    zu Wahrnehmung, Atmung, Gesichts- und Mundmotorik
    •    zur Verbesserung von Stimmgebung, Aussprache, Sprechmelodie, Redefluss
    •    zum Training von Kauen und Schlucken
    Es bestehen Kontakte zur Selbsthilfegruppe Aphasie Gera und zum Dysphagienetzwerk Thüringen.

    Sozialdienst
    Sozialdienst

    Der Sozialdienst stellt für den Patienten und seine Familie das Bindeglied zwischen der Krankenhaus- und der weiterführenden Behandlung im Anschluss an den Aufenthalt dar.

    • Organisation einer medizinischen Rehabilitation und der Wiedereingliederung ins Erwerbsleben
    • Information, Beratung und Organisation bestimmter Hilfsmittel
    • Vermittlung und Beratung zu ambulanten Betreuungsmöglichkeiten oder Pflegeheimaufnahmen
    • Beratung zu Schwerbehindertengesetz und Betreuungsverfahren, zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

    So erreichen Sie uns!

    Dr. med. Kathrin Lesser
    Ärztliche Leiterin der Stroke Unit

    Telefon: 0365 828-1788
    E-Mail senden

    Diagnostik und Therapie

    Bei einem akut aufgetretenen Schlaganfall muss unmittelbar geprüft werden, ob eine Auflösungstherapie (Lyse) durchgeführt werden kann, die bis viereinhalb Stunden nach Beginn der Symptome möglich ist. Außerdem erfolgt sehr rasch die weitere Diagnostik zur Erkennung der Schlaganfall-Ursache und der Risikofaktoren für weitere Schlaganfälle. Dabei ist eine enge Kooperation mit den Kardiologen, Gefäßchirurgen, Diabetologen, Radiologen und anderen Fachrichtungen notwendig. Gleichzeitig beginnt die Frühtherapie durch das interdisziplinäre Expertenteam.
    Das Pflegeteam ist speziell in der Pflege von Schlaganfall-Patienten geschult und ausgebildet. Die Pflege in der Stroke Unit orientiert sich an dem Behandlungskonzept nach Bobath. Dieses System wird vom gesamten Team bei allen pflegerischen Maßnahmen (Betten, Waschen, Lagern) angewendet. Dabei steht die Schulung der Wahrnehmung der betroffenen Körperseite im Mittelpunkt, es werden pathologische Bewegungsmuster abgebaut und physiologische Abläufe verstärkt.