Von Rotterdam nach Gera: Der Experte für robotergestützte Thoraxchirurgie leitet seit Juli unsere Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgie und das Lungenkrebszentrum.
Dr. med. univ. Martin de Jonge hat zum 1. Juli 2026 die Leitung der Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgie/Angiologie sowie des zertifizierten Lungenkrebszentrums am SRH Wald-Klinikum Gera übernommen. Er folgt auf Prof. Dr. Thomas Lesser, der die Klinik 27 Jahre lang geleitet hat und de Jonge seine Empfehlung mit auf den Weg gab.
Der gebürtige Niederländer studierte Medizin in Wien und spezialisierte sich auf Herz- und Thoraxchirurgie. Als Oberarzt für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie war er an Kliniken in Bremen und Leiden tätig. Zuletzt leitete er die robotergestützte und konventionelle Thoraxchirurgie am AKH Celle, wo er zahlreiche Eingriffe mit dem Da-Vinci-Operationssystem durchführte.
In Gera will der neue Chefarzt die robotergestützte Thoraxchirurgie weiter ausbauen. Der OP-Roboter Da Vinci Xi wird deshalb künftig auch bei großen Tumoren zum Einsatz kommen, die bisher offen operiert werden. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Der Roboter ist ein extrem präzises Werkzeug, jeden einzelnen Handgriff steuert aber der Operateur.
Zudem soll perspektivisch ein Hybrid-OP mit leistungsfähiger intraoperativer Bildgebung entstehen. Ärzte können hier untersuchen, mit Instrumenten eingreifen und bei Bedarf offen operieren, ohne dass der Patient zwischendurch verlegt werden muss.