SRH Wald-Klinikum Gera
Waldklinikum Gera

Lungenkrebs früh erkennen: Neues Screening für starke Raucherinnen und Raucher

Lungenkrebs wird häufig erst spät entdeckt, weil die Erkrankung im Frühstadium oft keine Beschwerden verursacht. Gerade deshalb ist die frühe Diagnose entscheidend: Je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf eine Heilung.

Für Menschen mit hohem Risiko steht ein Lungenkrebs-Screening mittels Niedrigdosis-Computertomografie (Niedrigdosis-CT) zur Verfügung. Die Untersuchung kann kleinste Veränderungen in der Lunge sichtbar machen, die auf einem normalen Röntgenbild nicht erkennbar wären.
„Lungenkrebs muss im Frühstadium erkannt werden. Nur dann kann man ihn heilen“, sagt Prof. Thomas Lesser, Chefarzt der Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgie am SRH Wald-Klinikum Gera.

Wer Anspruch auf das Screening hat

Das Angebot richtet sich an starke Raucherinnen und Raucher im Alter von 50 bis 75 Jahren. Als starke Raucher gelten Personen, die über viele Jahre regelmäßig Zigaretten konsumiert haben. Maßgeblich sind dabei die sogenannten Packungsjahre. Ein Packungsjahr entspricht einer Packung Zigaretten pro Tag über ein Jahr.
Zur Risikogruppe zählen Menschen, die mindestens 15 Packungsjahre erreicht haben und über einen langen Zeitraum geraucht haben. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, sollte ärztlich geprüft werden.

So läuft die Untersuchung ab

Beim Screening wird ein CT der Lunge mit besonders niedriger Strahlendosis durchgeführt. Ziel ist es, selbst sehr kleine Knoten oder Tumoren frühzeitig zu erkennen. Auffällige Befunde werden radiologisch sorgfältig beurteilt. Falls weitere Abklärung nötig ist, folgen zusätzliche Untersuchungen.
Wichtig ist: Nicht jedes entdeckte Knötchen ist bösartig. Gerade deshalb kommt es auf eine genaue fachärztliche Einordnung an.

Was Interessierte jetzt tun sollten

Anders als bei manchen anderen Vorsorgeprogrammen erfolgt keine automatische Einladung. Wer zur Risikogruppe gehören könnte und sich für das Lungenkrebs-Screening interessiert, sollte selbst aktiv werden und zunächst das Gespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt, einer internistischen Praxis oder dem Arbeitsmediziner suchen. Dort kann geprüft werden, ob ein Anspruch auf das Screening besteht. Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, kann eine Überweisung an eine qualifizierte radiologische Praxis erfolgen.

Unterstützung durch unser Lungenkrebszentrum in Gera

Das Lungenkrebszentrum am SRH Wald-Klinikum Gera unterstützt bei der Aufklärung rund um das Screening. Dazu gehört auch die Information darüber, wie es nach einem auffälligen Befund weitergehen kann und welche diagnostischen Schritte dann möglich sind.