Die stolze Summe für unsere Krebsberatungsstelle stammt aus dem Benefiz "Laufen mit Herz" - der nächste Termin ist übrigens der 16. September
„Nach jedem Kurs habe ich mich wieder ein Stück kräftiger gefühlt.“ Mit diesen Worten beschreibt Gislinde Felsch (81) aus Gera, wie ihr die Sporttherapie nach einer schweren Erkrankung geholfen hat.
Dass genau solche Hilfen möglich bleiben, dazu trägt der Geraer Benefizlauf „Laufen mit Herz“ mit seinen 1001 Läufern bei. Ziel der Initiative des Geraer Zabel-Gymnasiums und der DAK Gesundheit Gera ist es, von einer Krebserkrankung betroffene Familien direkt zu unterstützen und zugleich Träger von Unterstützungsangeboten wie die Krebsberatungsstelle zu stärken. „Uns geht es darum, dort zu helfen, wo Unterstützung im Alltag wirklich ankommt – bei Familien und bei Angeboten, die Betroffene auffangen“, schildert Andreas Enger, Vorsitzender des Fördervereins des Zabel-Gymnasiums. In diesem Jahr ist es die Sporttherapie der SRH Krebsberatungsstelle Gera, die sich über die stolze Summe von 36.500 Euro freuen kann.
„Trotz Regelfinanzierung bleiben Spenden unverzichtbar“
Die SRH Krebsberatungsstelle kann zwar auf eine verankerte Regelfinanzierung zurückgreifen. Dennoch bleibt sie auf Spenden angewiesen und muss einen Eigenanteil von fünf Prozent selbst aufbringen. Gerade komplementäre Angebote seien über öffentliche Zuschüsse nicht gedeckt, erklärt Franziska Jahr, Leiterin der Krebsberatungsstelle: „Dazu zählen Sporttherapie, Kochkurse oder Kosmetikangebote. Diese sind besonders wichtig, weil sie unsere Beratung mit ganz konkreten Tipps ergänzen – wie man den Alltag trotz Erkrankung gut gestalten kann.“
Solche auf Krebserkrankungen abgestimmten Kurse gebe es außerhalb der Beratungsstellen kaum. Pro Jahr nutzen rund 500 Menschen die Angebote - übrigens unabhängig davon, ob sie Patientin oder Patient im Krankenhaus sind. Und auch Familien mit Kindern, die von Krebs betroffen sind, können sich jederzeit an die Beratungsstelle wenden. Wenn finanzielle Belastungen dazukommen, kann die Beratungsstelle – etwa über Aktionen wie „Laufen mit Herz“ – gezielt Unterstützung vermitteln.
Was solche Angebote bedeuten, schildert Dato Phiphia. Er nutzt das Angebot seit Dezember: „Ich bin den Menschen, die mir das ermöglichen, sehr dankbar – selbst hätte ich keine Mittel dafür. Ein Hoch auf meine Trainerin und auf die Begleiterinnen von der Beratungsstelle.“ Für ihn zählt neben der Bewegung vor allem das Miteinander: „Einmal in der Woche in Gesellschaft Sport zu treiben, ist nicht nur gut gegen meine Schmerzen – das tut auch der Seele sehr gut.“
Die 81-jährige Gislinde Felsch, die im vorigen September in die Gruppe kann, schätzt besonders die Begleitung im Training: „Die Therapeutin hier versteht es, die Leute zu motivieren. Ich komme zweimal in der Woche. Ich freue mich jedes Mal drauf. Und wenn ich immer ein bisschen mehr schaffe, bin ich ganz stolz.“
