Am SRH Wald-Klinikum Gera unterstützt der ROSA-Knie-OP-Roboter die Klinik für Orthopädie beim Einsetzen künstlicher Kniegelenke. Ziel ist eine Prothese, die ganz genau zu Ihnen passt.

Was bedeutet roboterassistierte Knie-OP?
Bei einer Knie-OP mit ROSA hilft ein Roboter unserem Operationsteam, Ihre neue Knieprothese genau an der richtigen Stelle einzusetzen. ROSA steht für „Robotic Surgical Assistant“, auf Deutsch: robotischer Operationsassistent. Während der OP misst ROSA Ihr Knie genau aus. Mit diesen Daten planen die Ärzte, wo die Prothese sitzen soll. ROSA funktioniert also wie ein Navigationsgerät: Es zeigt den besten Weg. Operiert wird aber weiterhin von unseren erfahrenen Ärzten.

Warum ist eine individuelle Anpassung beim Knie so wichtig?
Das Kniegelenk ist ein sehr anspruchsvolles Gelenk, und jedes Knie unterscheidet sich in Anatomie und Bewegungsachse. Eine Prothese, die nicht genau individuell eingebaut ist, fühlt sich für Patienten mitunter nicht wie das eigene Knie an.
Das Knie wird von Bändern und Muskulatur geführt und funktioniert nicht nur wie ein Scharnier. Es macht auch Gleitbewegungen nach vorn, nach hinten und zur Seite. Diese Bewegungen brauchen Sie beim Laufen und Treppensteigen, aber auch beim Hocken, Knien, Aufstehen und Klettern.

Mein erstes Knie wurde Anfang des Jahres operiert, und ich war schon damit sehr zufrieden. Beim zweiten Knie im September war ich einer der ersten Patienten mit ROSA. Meine Fortschritte waren rasant: Wenige Tage nach der OP konnte ich schon wieder gut laufen. Bei der ersten OP habe ich dafür drei bis vier Wochen gebraucht.

Wie läuft die Knie-OP ab?
Bei einer Knie-OP mit ROSA operiert Sie Ihr Arzt wie gewohnt selbst. ROSA hilft ihm nur dabei, die neue Prothese ganz genau an der richtigen Stelle einzusetzen. So läuft Ihre Operation Schritt für Schritt ab:
- Ihr Knie wird vermessen: Im Operationssaal bringt das Team kleine Markierungen an Ihrem Bein an. Eine Kamera erkennt diese Markierungen und misst so, wie Ihr Knie gebaut ist und wie es sich bewegt. Dafür ist kein zusätzliches Röntgen nötig.
- Der Computer zeigt Ihr Knie in 3D: Aus den Messwerten entsteht auf dem Bildschirm ein dreidimensionales Bild Ihres Knies. ROSA schlägt vor, welche Prothesengröße passt und wo sie sitzen soll. Ob dieser Vorschlag umgesetzt wird, entscheidet immer der Arzt.
- Der Roboterarm hält die Schablone: Damit die Prothese passt, muss der Knochen für das Implantat perfekt vorbereitet werden. Der Roboterarm legt dafür eine Art Schablone millimetergenau an die geplante Stelle. Den Eingriff selbst übernimmt weiterhin Ihr Arzt. Bewegt sich Ihr Bein dabei minimal, bemerkt ROSA das sofort.
- Die Prothese wird eingesetzt und geprüft: Das Team setzt die Prothese ein und prüft, ob Ihr Knie stabil ist und sich gut beugen und strecken lässt. All dies lässt sich mit dem Roboter sehr genau kontrollieren.
OP-Roboter ROSA: Ihre Vorteile
- Passgenau für Ihr Knie: Die Prothese wird auf Ihre persönliche Anatomie abgestimmt. Eine genaue Passform ist wichtig für Ihren Komfort nach der OP.
- Millimetergenau: Die Prothese wird mit einer Genauigkeit von unter einem Millimeter positioniert.
- Besser geplant: Ihr Operateur erhält vor und während der OP genaue Daten zu Ihrem Knie und kann so fundierter entscheiden.
- Sicher geführt: Bewegt sich Ihr Bein während der OP auch nur minimal, erkennt ROSA das und passt sich an. So wird der Plan wie vorgesehen umgesetzt.
- Der Arzt behält die Kontrolle: Der Roboter bewegt sich nur, wenn der Operateur ihn dazu auffordert. Alle Entscheidungen trifft Ihr Arzt.
- Erfahrenes Team: Die Operateure sind speziell für ROSA ausgebildet.
- Kaum längere OP: Die Operation dauert nur etwa 5 bis 10 Minuten länger.
- Schneller mobil: Erfahrungsgemäß haben Patienten weniger Schmerzen und sind spürbar schneller wieder auf den Beinen.
Antworten auf die häufigsten Fragen zur Knie-OP
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Informationsvideo über das ROSA Knie-System
Dieses Video hat Hersteller Zimmer Bionet freundlicherweise zur Verfügung gestellt.