Verständlich erklärt: Für wen das Screening geeignet ist. Wie es abläuft. Und was der Befund bedeutet.
Neues Lungenkrebsscreening mit Niedrigdosis-CT – kurz erklärt
Wenn Lungenkrebs früh entdeckt wird, sind die Behandlungsmöglichkeiten oft besser. Genau darum geht es beim Lungenkrebsscreening mit Niedrigdosis-CT (Low-Dose-CT): Es soll bei Menschen mit hohem Risiko Veränderungen in der Lunge möglichst früh sichtbar machen – noch bevor Beschwerden auftreten.

So läuft das Screening ab
1. Erstberatung:
Unser Lungenkrebszentrum bietet Informationsgespräche an, Sie können sich auch an niedergelassene Allgemeinmediziner oder Arbeitsmediziner wenden. Nutzen, Risiken und Alternativen werden erklärt.
2. Bericht & Überweisung
Die Ergebnisse werden in einem Bericht festgehalten. Wenn Sie die Kriterien erfüllen und teilnehmen möchten, erhalten Sie eine Überweisung zur Radiologie.
3. Niedrigdosis-CT in einer zugelassenen Radiologie
Die Untersuchung im CT dauert nur wenige Minuten und ist schmerzfrei. Die Strahlendosis ist niedriger als bei einer Standard-CT, aber nicht ganz ohne Risiko.

Mögliche Ergebnisse – und wie es weitergeht
Meistens: kein auffälliger Befund, eine nächste Kontrolle ist nach 12 Monaten möglich.
Wenn etwas auffällig ist, zieht Ihr Arzt, Ihre Ärztin einen Zweitbefunder ein. Die gemeinsame Beurteilung wird unterschieden in:
Kontrollbedürftig: Veränderung wirkt eher gutartig, kein konkreter Krankheitsverdacht, es erfolgt eine erneute CT-Kontrolle (Zeitpunkt je nach Einschätzung).
Abklärungsbedürftig: Konkreter Krankheitsverdacht, die weitere Diagnostik wird zügig geplant (z. B. spezialisierte Abklärung, ggf. Gewebeprobe).
Vorteile und Nachteile des Screenings
Wir wollen Sie ehrlich über Vor- und Nachteile des Screenings informieren:
Vorteil: Lungenkrebs kann früher entdeckt werden – dadurch steigen häufig die Behandlungschancen.
Mögliche Nachteile: Fehlalarm (falsch-positiv): Es wird eine Auffälligkeit erkannt, die sich später als harmlos herausstellt, Sie durchlaufen zusätzliche Kontrolluntersuchungen.
Überdiagnosen: Es werden Tumoren entdeckt, die möglicherweise nie Beschwerden gemacht hätten.
Strahlenbelastung ist niedriger als bei einer normalen CT, aber nicht „null“.

Rauchstopp bleibt der wichtigste Schritt
Egal, ob Sie am Screening teilnehmen oder nicht: Mit dem Rauchen aufzuhören lohnt sich immer. Viele Menschen brauchen mehrere Anläufe – das ist normal. Unterstützung (Beratung, Medikamente, Programme) kann die Erfolgschancen deutlich verbessern. In unserem Klinikum bieten wir gemeinsam mit der Suchtberatungsstelle Gera ein Rauchfrei-Programm an. Dafür müssen Sie kein:e Patient:in bei uns sein.
Terminvereinbarung unter Telefon 0365 828-2270