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Endoprothetik der oberen Extremität

Information für ärztliche Kolleg:innen: Neben der Endoprothetik der unteren Extremität hat auch die Endoprothetik der oberen Extremität ihren gesicherten Stellenwert. Prof. Dr. med. Reiner Oberbeck gewährt Einblick in ein Spezialgebiet.

Neben der Endoprothetik der unteren Extremität hat auch die Endoprothetik der oberen Extremität ihren gesicherten Stellenwert. Als absolut etabliert ist sicher die endoprothetische Versorgung des Schultergelenkes zu nennen, auch wenn im Bereich der oberen Extremitäten insgesamt deutlich weniger Gelenkersatzoperationen durchgeführt werden, als an der unteren Extremität. Die Indikation richtet sich allein nach dem Schmerzbild und dem persönlichen Leidensdruck der Patienten, so dass am Ende eines Beratungsgespräches der Arzt eine Empfehlung ausspricht, grundsätzlich aber der/die Patient/in in Abwägung des dargelegten operativen Risikos und der persönlichen Beeinträchtigung die Entscheidung trifft.

60 Schulterprothesen im Jahr

Als endoprothetisches Standardverfahren der oberen Extremität ist sicher die Versorgung des Schultergelenkes zu nennen, auch wenn die Anzahl der jährlich in Deutschland implantierten 20.000 Prothesen verglichen mit 200.000 Hüftprothesen in diesem Zeitraum vergleichsweise gering ist. Dementsprechend hat sich die Schulterendoprothetik in unserer Klinik in den letzten Jahren fest etabliert, so dass wir pro Jahr ca. 60 Schulterprothesen implantieren. Insbesondere die inverse Prothetik hat in den letzten Jahren eine deutliche Erweiterung der Indikationen erfahren, aber auch andere Entwicklungen sind feststellbar. Hierzu gehören die Trends zu nicht-zementierten, knochensparenden Schaftsystemen vom Kurzschaft bis hin zur schaftfreien Verankerung. Auch Prothesenwechsel, wie z.B. der Wechsel einer einliegenden anatomischen in eine inverse Prothese werden in unserer Klinik durchgeführt.

Handgelenksprothese: schlechter Ruf nicht gerechtfertigt

Im Handgelenksbereich führt die Endoprothetik ein Schattendasein, das sich einerseits durch die als Routineverfahren eingesetzten, oft vorhandenen operativen Alternativen erklärt, andererseits auch durch die schlechten klinischen Ergebnisse vieler Prothesensysteme. Beispielhaft sei hier nur die Keramikendoprothetik im Moje-Design erwähnt. Die schlechten Ergebnisse dieser Prothesenmodelle überlagern leider auch die teilweise sehr guten Langzeitergebnisse und Standzeiten der Modelle, die sich erfolgreich etablieren konnten. Bei Verwendung dieser Prothesenmodelle und überlegter Indikationsstellung ist der schlechte Ruf der Handgelenksendoprothetik eigentlich nicht gerechtfertigt und der endoprothetische Ersatz des Handgelenks eine zu diskutierende Alternative für Patienten/innen mit schmerzhafter Destruktion des radio-carpalen Anteils des Handgelenkes, mit gut erhaltener Restbeweglichkeit und moderatem Belastungsanspruch an dieses Gelenk.
Im ulnaren Anteil des Handgelenkes wiederum bietet die Ulnakopfprothese eine etablierte und gut funktionierende Alternative für Patienten mit schmerzhaft symptomatischer Arthrose des distalen radio-ulnaren Gelenkes. Leitsymptom ist die schmerzhafte Einschränkung der Unterarmdrehbewegung.

Fingergelenk: gute Erfahrung mit Silikonimplantat

Mit Blick auf die Fingergelenke stehen für den Ersatz der Grund- und Mittelgelenke ungekoppelte Prothesensysteme zur Verfügung. Die aktuelle Literatur zeigt keinen Ergebnisvorteil dieser Prothesensysteme gegenüber den von uns aktuell wegen des geringeren Komplikationspotentials und der besser vorhersehbaren Funktion als Gelenkersatz verwendeten Silastikspacern. Diese stellen eine gute Indikation bei einzelnen schmerzhaften Fingergelenken dar, die an sich die Handfunktion so beeinträchtigen, dass durch den Ersatz eine Verbesserung der Gesamtfunktion erwartet werden kann. Silastikspacer können auch in Situationen mit Insuffizienz des Bandapparates, wie es z.B. oft bei Rheumatikern der Fall ist, eingesetzt werden.

Daumensattelgelenk: Prothese als gute Alternative
Bei der Arthrose des Daumensattelgelenks steht mit der Resektionsarthroplastik grundsätzlich ein etabliertes Verfahren zur Verfügung. Dies ist auch die Standardversorgung der älteren Patienten/innen. Im Fall der jüngeren, noch berufstätigen Patienten/innen, die sich nicht den oftmals langen Rehabilitationszeiten nach einer Resektionsarthroplastik unterziehen wollen, steht mit der Daumensattelgelenk- Endoprothese eine gute Alternative zur Verfügung. Lange Zeit wurde diese OP sehr kritisch gesehen, mittlerweile existieren jedoch zu den bei uns eingesetzten Prothesentypen Langzeituntersuchungen, die ein 10-Jahresüberleben dieser Prothesen von ca. 80% zeigen. Aktuell entwickelt sich ein breites Bewusstsein für die Vorzüge der Sattelgelenksendoprothetik bei entsprechender Indikationsstellung, insbesondere da mit der Einführung der Duokopf-Systeme eine Komplikationsmöglichkeit, nämlich die Prothesenluxation, noch einmal deutlich reduziert wurde. Die modernen, modularen System lassen zudem eine einfache Konversion der Endoprothese in eine Resektionsarthroplastik auch zu einem späteren Zeitpunkt zu.

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Inverse Prothese mit nicht-zementiertem Kurzschaft bei chronischer Instabilitat, beidseitig
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