Ab 8. November Besuchsverbot

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Angehörige,
angesichts des sprunghaften Anstiegs der Corona-Inzidenz sehen wir uns leider gezwungen, unser Krankenhaus ab 8.November für Besucher zu schließen.
Ausnahmen gelten für:
― Begleitung einer Geburt (während der Geburt und zwei Stunden danach)
― Minderjährige Patienten
― Schwerstkranke Patienten
― Patienten, die seelisch schwer unter dem fehlenden Kontakt leiden
In diesen besonderen Fällen ist ein eingeschränkter Besuch in der Regel für 1 Person nach vorheriger telefonischer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt möglich.

Alle Besucher, auch externe Dienstleister, müssen einen negativen Testnachweis vorlegen können.

Für unsere ambulanten Patientinnen und Patienten
Weil es in unseren Ambulanzen zu Wartezeiten kommen kann, besteht für ambulante Patientinnen und Patienten in unserem Krankenhaus die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Sollten Sie keine zu Hand haben, können Sie eine in unserem Kulturcafe (Hauptgebäude) erwerben. Wie in Arztpraxen auch, müssen ambulante Patienten und notwendige Begleiter keinen 3-G-Nachweis erbringen. In begründeten Ausnahmefällen bieten wir Ihnen einen Antigenschnelltest an.

Alle Fachabteilungen

Klinik für
Schmerz- und Palliativmedizin

Unser Profil
Wir betrachten Sie ganzheitlich

Unbehandelter Schmerz kann tiefgreifende Auswirkungen haben – auf das zentrale Nervensystem, das neuronale Netz ebenso wie auf das soziale Netz eines Menschen. Hinzu kommt: Wird Schmerz nicht behandelt, kann er sich rasch chronifizieren, also verselbstständigen. In unserer Klinik Schmerz- und Palliativmedizin am SRH Wald-Klinikum Gera wissen wir um dieses Zusammenspiel. Deshalb ist es für uns wichtig, Sie ganzheitlich zu betrachten und unsere Leistungen an Ihren individuellen Bedürfnissen auszurichten.
Bei Ihrer Behandlung berücksichtigen wir beispielsweise auch Ihre Vorlieben für bestimmte Therapieverfahren. So können wir Ihnen mit unseren modernen Behandlungsmethoden helfen, Ihre chronischen Schmerzen zu lindern und in vielen Fällen auch eine komplette Schmerzbefreiung erreichen.
 

Unsere Leistungen Wir lindern Ihre Schmerzen

Wir versorgen vor allem Schmerzpatienten mit komplexen chronischen Rücken- und Nervenschmerzen. Dazu gehört die kombinierte Schmerzbehandlung, die mindestens zwei Fachgebiete einbezieht, sowie auch eine psychiatrische oder psychologische Disziplin. Bei der Neuromodulation wird die Schmerzwahrnehmung, d.h. die Weitergabe von Nervenimpulsen, beeinflusst. Das ist sowohl pharmakologisch durch implantierte Schmerzpumpen möglich, die Medikamente direkt am Schmerzort injizieren, als auch durch die Elektrostimulation des Rückenmarks, von Nervenwurzeln oder peripheren Nerven. In die Therapiekonzepte werden komplementäre Verfahren wie Neuraltherapie und Akupunktur eingebunden. Die Betreuung in unserem Schmerzzentrum erfolgt in Anlehnung an den Expertenstandard Schmerzmanagement in der Pflege bei chronischen Schmerzen.

  • Rückenschmerzen
  • Nervenschmerzen (Neuropathische Schmerzen)
  • Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • Chronische Bauchschmerzen
  • Schmerzen bei Gefäßerkrankungen
  • Tumorschmerzen
  • Generalisierte Schmerzen ohne eindeutig fassbaren körperlichen Befund
  • Palliativmedizinische Betreuung
  • Akupunktur (Körper-, Elektro-, Laser-, Ohr und Yamamoto Neue Schädelakupunktur)
  • Akustikpointer (Therapie facilitierter Segmente der Halswirbelsäulen mit resonanten Schallfrequenzen)
  • Akutschmerzbehandlung
  • Behandlung bei Fehlgebrauch von Schmerzmitteln
  • Biofeedback
  • Elektrotherapie (PuTENS, TENS)
  • Entspannungstechniken
  • Interventionelle Schmerztherapie (z.B. Nervenblockaden)
  • Multimodales schmerztherapeutisches Angebot
  • Neuraltherapie
  • Operative Schmerztherapie (z.B. Implantation von Medikamentenpumpen, Implantation von Rückenmarksstimulationssystemen)
  • Psychologische Schmerztherapie
  • Schröpfen

Unser Anliegen ist es, Ihre Lebensqualität zu verbessern. Bei fünf bis zehn Prozent der Schmerzpatienten kann dabei eine Schmerzpumpe helfen. Eine Schmerzpumpe zu implantieren kann beispielsweise bei Osteoporose- oder Tumorschmerzen sinnvoll sein oder auch wenn Sie an Spastik oder an tückischen Rücken- und Beinschmerzen erkrankt sind. Unter die Bauchdecke gesetzt, gibt die Pumpe Schmerzmittel wie Morphin oder ein Lokalanästhetikum direkt in das Nervenwasser ab, das Ihr Rückenmark umgibt.
Die Pumpe lässt sich programmieren, stündlich kann Ihnen so eine individuell angepasste Dosis verabreicht werden. Über eine feine Nadel wird die Pumpe alle ein bis drei Monate wieder aufgefüllt. Der Vorteil der Schmerzpumpe ist die zielgenaue Versorgung mit Medikamenten. Dadurch ist eine weitaus geringere Dosis von Schmerzmitteln notwendig als bei der Einnahme von Tabletten. Die Schmerzpumpe erlaubt daher, Schmerzmittel auch langfristig anzuwenden.

Manchmal helfen herkömmliche Medikamente und Therapien nicht weiter. So gibt es Patienten, die nach ausbehandelter Angina pectoris weiter unter starken Schmerzen leiden. Als alternative Therapie setzen wir auf die epidurale Rückenmarkstimulation (Spinal Cord Stimulation, SCS). Ziel ist, die Schmerzleitung im Rückenmark zu beeinflussen. Dazu platziert der Arzt während einer minimalinvasiven Operation eine Elektrode in den Wirbelkanal über dem Rückenmark, die von einem Minigenerator mit Strom versorgt wird.
Dadurch ist es möglich, elektrische Felder verschiedener Stärke zu erzeugen, die auf die Nervenzellen des Rückenmarks einwirken und deren Schmerzweiterleitung einschränken. Die Elektrode löst neurochemische Reaktionen aus. Die Schmerzsignale werden verändert, bevor sie das Gehirn erreichen.

Neuromodulation
Elektrische Impulse gegen den Schmerz

Mit Hilfe der elektrischen Neuromodulation lassen sich die Abläufe im Nervensystem gezielt beeinflussen. Auf diese Weise können wir die Schmerzweiterleitung blockieren oder reduzieren – und so Ihre Schmerzen lindern.
Zu den Therapiemöglichkeiten gehört die Rückenmarkstimulation (Spinal Cord Stimulation): Dabei geben implantierte Elektroden elektrische Impulse ab. Diese überlagern die Informationsübertragung auf den Nervenbahnen. Einen ähnlichen Effekt erreicht die gepulste Radiofrequenzbehandlung. Hierbei wirken elektrische Felder kurzzeitig auf die Nervenstrukturen und führen zu einer Schmerzlinderung.
Mit einer ähnlichen Technologie können wir andere Nerven im Körper beeinflussen, zum Beispiel wenn es darum geht, die komplizierte Migräne (Occipitalnervenstimulation) oder den Phantomschmerz zu behandeln.
Unsere erfahrenen Ärzte führen jährlich über 100 Neuimplantationen durch – damit ist unsere Klinik das größte Zentrum in Ostdeutschland im Bereich der Neuromodulation.

Spinalganglienstimulation (DRG-Stimulation)
Den Schmerz an der Wurzel packen

Die Spinalganglienstimulation ist ein neues Verfahren der Nervenstimulation, das an spezialisierten Zentren wie unserem angeboten wird.
Dabei werden einzelne Nervenknoten (Spinalganglien), die das Schmerzgefühl auslösen, mit elektrischen Impulsen stimuliert. So können wir die Schmerzsignale beeinflussen, die an das Rückenmark und weiter an das Gehirn geleitet werden. Die Impulse stammen von einem kleinen, herzschrittmacherähnlichem Gerät, das wir unter der Haut implantieren. Über eine Punktion an der Wirbelsäule (über den so genannten Epiduralraum) führen wir die spezielle, dünne Elektrode seitlich ins Austrittsloch der Nervenwurzel ein, wo sie an der hinteren Seite des Spinalganglions zu liegen kommt. Während dieses Eingriffs ist eine Teststimulation unbedingt wünschenswert, um die korrekte Lage der Elektrode zu bestätigen. Daher sollte der Patient wach sein. Wir können auch eine leichte Sedierung vornehmen, um die Operation angenehmer zu machen. Alternativ können wir den Eingriff in Allgemeinanästhesie durchführen, allerdings kann dann ein Wiederholungseingriff zur Korrektur der Elektrodenlage notwendig werden. Meistens ist es sinnvoll, Elektroden an zwei Nervenwurzeln zu legen, um eine bestmögliche Wirkung zu erzielen.
Die DRG-Stimulation zeigt gute Ergebnisse bei Nerven-Schmerzen, die in einem umschriebenen Bereich lokalisiert sind, zum Beispiel bei chronischen Leistenschmerzen, chronischen Knieschmerzen trotz orthopädischer Behandlung, Schmerzen nach Verletzungen von peripheren Nerven oder einem komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) in Fuß oder Hand.

Ambulanzen und Öffnungszeiten Wir freuen uns auf Sie

Allgemeiner Kontakt
Sekretariat Brita Hübner
Telefon 0365 828-2941
Fax 0365 828-2942
E-Mail schmerztherapie@wkg.srh.de
Adresse Straße des Friedens 122, 07548 Gera
Klinik für Schmerz- und Palliativmedizin
Sprechzeiten

Ambulanz

Voraussetzung für eine Behandlung in unserer Klinik ist eine Überweisung durch den Hausarzt, einen niedergelassenen Facharzt oder eine andere Klinik. Wichtige Voruntersuchungen zur Ursache des Schmerzes müssen bereits durchgeführt worden sein, damit wir rasch mit der Behandlung der Schmerzen beginnen können. Selbstverständlich leiten wir ergänzende Untersuchungen, falls notwendig, in die Wege.
Die Schmerztherapie wird komplett von den Krankenkassen übernommen.

In dringenden Fällen, z.B. bei Nervenschmerzen, bei Gürtelrose, akuten bandscheibenbedingten Schmerzen und Tumorschmerzen vergeben wir sofort Termine.

Melden Sie sich bitte telefonisch in der Zeit  Montag bis Freitag von 09:00 bis 14:00 Uhr bei unserer Pain Nurse an. 

Komplementärmedizin
Komplementärmedizin

Akupunktur und Biofeedback

In unserem Zentrum für Schmerztherapie in Gera bieten wir Ihnen verschiedene komplementärmedizinische Verfahren an, die die klassischen Behandlungsmethoden der sogenannten „Schulmedizin“ ergänzen. Bei Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Muskelbeschwerden, stressinduzierten Schmerzen oder Morbus Sudeck – ein Schmerzphänomen an Arm oder Bein – kann Biofeedback positive Effekte haben. Bei der Biofeedback-Therapie trainieren Sie, unwillkürliche Körperreaktionen wie Puls, Temperatur oder Gefäßweite durch bestimmte gedankliche Vorstellungen zu beeinflussen. So können Sie die Häufigkeit und die Heftigkeit von Schmerzattacken senken.
Bei chronischen Schmerzen wenden wir zudem verschiedene Akupunkturverfahren an. Dazu gehören die Behandlung mit Nadeln, Laser und elektrischem Strom.

Multimodale Schmerztherapie
Den Umgang mit dem Schmerz lernen

Als Schmerzpatienten wissen Sie: Schmerz spielt sich auf vielen Ebenen ab. Organische, soziale und psychische Ursachen greifen auf vielfältige Weise ineinander. Die Ursachen chronischer Schmerzzustände wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, neuropathische Schmerzen lassen sich daher häufig nur schwer direkt therapieren.
Mit unserer multimodalen Schmerztherapie bieten wir Ihnen für diese Fälle einen alternativen Behandlungsansatz an: Bei der multimodalen Schmerztherapie finden die erfahrenen Mediziner und Therapeuten an unserem Zentrum für Schmerztherapie in enger Zusammenarbeit mit Ihnen einen individuellen Weg, wie Sie besser mit Ihrem Schmerz umgehen und möglichst aktiv bleiben können.
Für die dreiwöchige Therapie nehmen wir Sie stationär in unser Krankenhaus auf, Ihre Behandlung erfolgt in Zusammenarbeit mehrerer Fachbereiche. Um herauszufinden, was Ihnen am besten hilft, können Sie verschiedene Angebote nutzen, die Körper und Geist ansprechen. Dazu gehören Psychotherapie, Physiotherapie, Bewegungs-, Genuss- und Tanztherapie. Außerdem bieten wir Biofeedback und Entspannungstherapien an.

Neuromodulation bietet ungeahnte Möglichkeiten zur Beeinflussung von gestörten Abläufen im Organismus – das macht die Beschäftigung mit dieser Technologie so faszinierend.

Chefarzt Prof. Dr.med. Michael Kretzschmar
Palliativmedizin
Palliativmedizin

Linderung für Schwerstkranke

Auf der Palliativstation unserer Klinik behandeln wir Sie im Fall von schweren, fortgeschrittenen Tumorerkrankungen, deren Heilung nicht mehr möglich ist. Schwerpunkt der Behandlung auf unserer Palliativstation ist es, die belastenden Krankheitssymptome zu lindern.

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