Ab 8. November Besuchsverbot

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Angehörige,
angesichts des sprunghaften Anstiegs der Corona-Inzidenz sehen wir uns leider gezwungen, unser Krankenhaus ab 8.November für Besucher zu schließen.
Ausnahmen gelten für:
― Begleitung einer Geburt (während der Geburt und zwei Stunden danach)
― Minderjährige Patienten
― Schwerstkranke Patienten
― Patienten, die seelisch schwer unter dem fehlenden Kontakt leiden
In diesen besonderen Fällen ist ein eingeschränkter Besuch in der Regel für 1 Person nach vorheriger telefonischer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt möglich.

Alle Besucher, auch externe Dienstleister, müssen einen negativen Testnachweis vorlegen können.

Für unsere ambulanten Patientinnen und Patienten
Weil es in unseren Ambulanzen zu Wartezeiten kommen kann, besteht für ambulante Patientinnen und Patienten in unserem Krankenhaus die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Sollten Sie keine zu Hand haben, können Sie eine in unserem Kulturcafe (Hauptgebäude) erwerben. Wie in Arztpraxen auch, müssen ambulante Patienten und notwendige Begleiter keinen 3-G-Nachweis erbringen. In begründeten Ausnahmefällen bieten wir Ihnen einen Antigenschnelltest an.

Alle Fachabteilungen

Klinik für
Strahlentherapie und Radioonkologie

Unser Profil
Tumore im Visier

Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Behandlung von Krebs-Patienten. Dank neuester Technik können wir alle Formen der strahlentherapeutischen Behandlung in höchster Qualität anbieten. Ziel ist dabei die exakte Erfassung der Tumorregion und die Schonung benachbarter gesunder Gewebe und Organe.

Unsere Leistungen Vertrauen Sie unserer Erfahrung und modernster Technik

So wichtig wie moderne Technik ist Ihr Vertrauen. Deswegen legen wir großen Wert auf eine umfassende und intensive Betreuung sowie auf eingehende Beratung von Ihnen und Ihren Angehörigen.Unser hoch qualifiziertes medizinisches und physikalisch-technisches Fachpersonal versorgt jährlich etwa 1.900 Patient:innen aus der Region.

Daneben helfen wir aber auch Menschen mit gutartigen Erkrankungen. Eine Strahlentherapie kann beispielsweise auch bei der Diagnose einer degenerativ bedingten schmerzhaften Gelenk- bzw. Knochenveränderungen, zum Beispiel dem Fersensporn oder der Coxarthrose am Hüftgelenk angewendet werden. Auch in diesem Fall sind Sie bei unserem Team in den besten Händen.

 

  • Perkutane Strahlentherapie aller bösartigen Tumoren bei Erwachsenen (außer Ganzkörperbestrahlungen i. R. der Knochenmarktransplantation)
  • PET-CT-Bestrahlungsplanung bei Bronchialkarzinom- und Hirntumor-Patienten
  • Simultane Radiochemotherapie ausgewählter Tumoren (Rektum-, Anal-, Harnblasen-, HNO-, Ösophagus-, oder Bronchialkarzinom sowie gynäkologische Tumoren oder Hirntumoren)
  • Kontaktstrahlentherapie mit der Nachlade-Technik (Afterloading) bei gynäkologischen, HNO-, Speiseröhren-, Rektum-, Anal- oder Prostata-Tumoren
  • Ganzhautbestrahlung bei malignen Lymphomen der Haut
  • Tumornachsorge
  • Strahlentherapie bei schmerzhaftem Gelenkverschleiß, Fersensporn, Entzündungen und speziellen gutartigen Erkrankungen
  • Bildgesteuerte Präzisionsstrahlentherapie (IGRT)
  • Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT)
  • Interne Strahlentherapie (Afterloading-Kontakttherapie) in Hohlräumen und im Gewebe
  • Kombination mit medikamentöser Therapie (Chemotherapie, Immuntherapie)
  • Röntgentiefentherapie
  • Stereotaktische Bestrahlung

 

 

Wir stehen Ihnen zur Seite

Die wichtigsten Begriffe
Die wichtigsten Begriffe

Unsere Bestrahlungs-Verfahren

Während Ihrer Behandlung werden Sie mit verschiedenen Fachbegriffen konfrontiert. Wir erklären kurz, was wir darunter verstehen.

Vor Bestrahlungsbeginn erfolgt die dreidimensionale Planung auf Grundlage bildgebender Verfahren. Von jedem Patienten wird ein Bestrahlungsplanungs-CT angefertigt, dessen Daten in den Planungsrechner übertragen werden. Teilweise werden weitere Bilddaten anderer Verfahren (MRT, PET, Szintigraphie, Ultraschall, konventionelles Röntgen) ebenfalls mit verarbeitet. Am Bildschirm des Planungsrechners erfolgt durch den Strahlentherapeuten das elektronische Einzeichnen der zu bestrahlenden Tumorregionen und der zu schonenden gesunden Organe.
Unsere Medizinphysiker berechnen dann die verschiedenen Einstrahlrichtungen mit der erforderlichen Feldgröße und Feldform. Die erzielte Dosisverteilung wird farbig in den einzelnen CT-Schichten dargestellt und der Plan einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen.

In der Radioonkologie kommt überwiegend eine hochenergetische Röntgenstrahlung mit großer Eindringtiefe zum Einsatz. Für oberflächliche Bestrahlungen stehen Elektronenstrahlen zur Verfügung mit nur wenigen cm Eindringtiefe. Beide Strahlenarten werden mit einem Linearbeschleuniger erzeugt. Die Applikation der Strahlung erfolgt bei den meisten Patienten von außen über die Haut (perkutan) aus mehreren Einstrahlrichtungen. Die genauen Einstrahlwinkel, Feldgrößen und Feldformen werden vor Therapiebeginn individuell am Computer berechnet (siehe „Bestrahlungsplanung“).
Eine Bestrahlungsfraktion von wenigen Minuten Dauer wird zumeist einmal pro Wochentag appliziert. Die Dauer einer Bestrahlungsserie beträgt zwischen 2 und 8 Wochen und erfolgt häufig ambulant (bei gleichzeitiger Chemotherapie stationär).

Bei zahlreichen Tumorarten erfolgen neben der Bestrahlungsserie die gleichzeitige (simultane) Applikation einer zytostatischen Chemotherapie. Das kann z.B. bei Kopf-Hals-Tumoren, Lungentumoren, Speiseröhrenkrebs, Enddarmkrebs oder Gebärmutterhalskrebs der Fall sein. Die Applikation erfolgt zumeist als Infusion über einzelne oder mehrere Tage. Der Effekt besteht gegenüber der alleinigen Bestrahlung in einer besseren Wirkung auf den zu vernichtenden Tumor.
Da jedoch auch in stärkerem Ausmaß Nebenwirkungen entstehen können, die intensiv überwacht und behandelt werden müssen (z.B. Abfall der weißen Blutkörperchen und Blutplättchen, Schleimhautreaktion), erfolgt eine simultane Applikation in der Regel stationär.

Bei der Brachytherapie (Afterloading- Kontakttherapie) erfolgt eine Bestrahlung über kurze Distanzen. Eine nur wenige Millimeter kleine Strahlenquelle (zumeist Iridium-192) wird, angekoppelt an einen flexiblen Bowdenzug, computergesteuert in die Tumorregion für eine begrenzte Zeit befördert im zeitlichen Bereich von Sekunden oder Minuten. Man unterscheidet zwischen interstitieller (direkt im Gewebe), intraluminaler (in schlauchförmigen Organen) und intracavitärer (in Hohlräumen) Applikation. Im Bestrahlungsvolumen kann kleinräumig eine hohe und effektive Strahlendosis erzielt werden mit einem steilen Dosisabfall (Schonungseffekt) zu den benachbarten gesunden Strukturen. Die Brachytherapie kann u.a. angewendet werden bei Tumoren der Prostata, der Gebärmutter, der Brust, des Kopf-Hals-Bereiches, der Bronchien sowie der Speiseröhre.

IMRT ist die Kurzbezeichnung für intensitätsmodulierte Radiotherapie. Dabei werden die einzelnen Bestrahlungsfelder nicht mit gleicher Intensität über deren gesamte Fläche eingestrahlt, sondern unterteilt in kleinere Teilfelder mit unterschiedlicher Dosisintensität. Somit können eng benachbarte gesunde Organe noch besser geschont werden (z.B. bei Kopf-Hals-Tumoren). 

IGRT ist eine bildgestützte Form der Strahlentherapie (“image guided radiotherapy”).
Vor Beginn einer jeden Bestrahlung erfolgt am Linearbeschleuniger eine Durchleuchtungskontrolle zur eventuellen Korrektur der Patientenlagerung im Sinne der Erhöhung der Präzision der Bestrahlung. Dank unserer beiden baugleichen Linearbeschleuniger der neuesten Generation können diese beiden Verfahren bei uns durchgeführt werden

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